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Zuwanderung

Erstaufnahme von Flüchtlingen läuft

Die Abläufe im sogenannten Ankunftszentrum für Flüchtlinge in Gießen haben sich aus Sicht des Landes bewährt.

Bei der Erstaufnahme von Asylsuchenden sei Hessen sehr gut aufgestellt, sagte der Gießener Regierungspräsident Christoph Ullrich (CDU), dessen Behörde zuständig ist. Hier und da gebe es noch kleineren Optimierungsbedarf; „aber das läuft“.

Hessen hatte 2016 das Zentrum eingerichtet - als Reaktion auf die Flüchtlingskrise, die vor fünf Jahren auf ihren Höhepunkt zusteuerte. In dem Zentrum werden seitdem alle Schritte von der Registrierung der Neuankömmlinge über eine medizinische Untersuchung bis hin zur Stellung des Asylantrages gebündelt. Das Aufnahmeverfahren dauere so in der Regel wenige Tage, teilte das Sozialministerium mit.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Menschen in einer Erstaufnahmeeinrichtung - es gibt mehrere Standorte in Hessen - beträgt demnach derzeit drei bis vier Monate. Im August waren es noch etwa zwei Monate. Nach der Erstaufnahme-Phase werden die Asylbewerber auf die Kommunen verteilt.

Vor der Flüchtlingskrise gab es nur die Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen. Mittlerweile unterhält das Land fünf Standorte sowie eine Außenstelle am Frankfurter Flughafen mit insgesamt fast 6500 Plätzen. Ein flexibles Standortkonzept sehe vor, „angemessen und geordnet“ auf schwankende Flüchtlingszahlen zu reagieren, teilte das Sozialministerium mit. Die Tendenz ist derzeit weiter sinkend: 2019 wurden etwa 8500 neue Asylsuchende in Hessen registriert, 2018 waren es rund 10 000. (dpa)

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