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Steht der CDU-Kandidat am Sonntag höher in der Wählergunst als der SPD-Bewerber? christoph boeckheler
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Steht der CDU-Kandidat am Sonntag höher in der Wählergunst als der SPD-Bewerber? christoph boeckheler

Neu-Isenburg

Erneuter Urnengang am Sonntag in Neu-Isenburg

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Es wird erneut spannend: Der künftige Bürgermeister von Neu-Isenburg wird am Sonntag in einer Stichwahl zwischen einem CDU- und einem SPD-Kandidaten ermittelt.

Am Sonntag, 10. Oktober, werden die Neu-Isenburger und Neu-Isenburgerinnen erneut an die Wahlurnen gebeten. Es gilt, den Nachfolger von Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) in einer Stichwahl zu ermitteln. Erster Stadtrat Stefan Schmitt (CDU) und der SPD-Fraktionsvorsitzende Gene Hagelstein stehen sich gegenüber.

In der ersten Runde der Bürgermeisterwahl gab es keinen Kandidaten, der die absolute Mehrheit – also mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen – erhielt. Deshalb geht es jetzt in die zweite Runde, in der nur die beiden Kandidaten zugelassen sind, die die meisten Stimmen erhielten.

Relativ schnell stand am Sonntag, 26. September, fest, dass Stefan Schmitt in die Stichwahl einzieht. Sein Gegner war erst mit dem letzten Stimmbezirk klar: Am Ende trennten Gene Hagelstein und Oliver Gröll, Kandidat der Grünen, elf Wählerstimmen oder 0,07 Prozentpunkte. Hagelstein erreichte 20,65 Prozent, Gröll 20,58 Prozent. Schmitt lag mit 39,13 Prozent weit vorne.

Jetzt ist „alles auf null gesetzt“, wie sich Hagelstein ausdrückt. Der 54-Jährige ist sich klar darüber, dass es für ihn gegen den Berufspolitiker Schmitt kein „Easy-going“ wird. Trotzdem sieht er durchaus seine Chancen: „Ich habe in der ersten Runde 20 Prozent erreicht, Schmitt 40 Prozent. Jetzt geht es darum, wer seine Unterstützer an die Wahlurne bekommt und wer die fehlenden 40 Prozent holt“, sagt Hagelstein.

Die Stichwahl

27 657 Personen sind am Sonntag für die Bürgermeister-Stichwahl in Neu-Isenburg wahlberechtigt.

8491 Briefwahlscheine wurden bisher ausgestellt. Damit sie noch fristgerecht ankommen, sollten sie in den Briefkasten des Rathauses eingeworfen oder im Wahlamt abgegeben werden.

Briefwahlunterlagen können noch bis Freitag, 18 Uhr, im Wahlamt beantragt werden. ann

Am Wochenende und am Dienstag hat er erstmals Hausbesuche gemacht, lädt am Freitagabend zur Erstwählerparty ins Café Ideal und hat für Samstag um 17 Uhr einen Foodtruck organisiert, der auf dem Dreiherrensteinplatz in Gravenbruch steht.

50 Wahlplakate hat er zusätzlich zu den bisherigen 100 aufhängen lassen. Dafür wurden aber erst einmal die Konterfeis von Olaf Scholz und Tuna Firat abgehängt. „Wir haben uns im SPD-Ortsverein eine freiwillige Selbstbegrenzung auferlegt, damit die Stadt nicht eine einzige Plakatwand ist“, sagt er.

Schon am Morgen nach der Bürgermeister-Direktwahl hingen auch von Schmitt 100 zusätzliche Wahlplakate an 50 Standorten. Ein großflächiges Plakat, auf dem er mit seinem Sohn zu sehen ist, hat er ebenfalls anfertigen lassen. Der 47-Jährige sieht seine Chancen am Sonntag zwar als sehr gut an, weil er vor zwei Wochen „einen relativ großen Vorsprung“ hatte, vergleicht die Stichwahl aber mit einem Fußballspiel: „Wenn es in die Verlängerung geht, geht es bei null wieder los.“

Zusammen mit Parteikollegen hat Schmitt am Wochenende Postkarten mit seinem Konterfei und Infos zu Stichwahl und Briefwahl in Briefkästen der Haushalte eingeworfen. Schon im Vorfeld der Direktwahl hatte er Hausbesuche absolviert, die er am Dienstag erstmals mit Landrat Oliver Quilling (CDU) fortsetzte. Am Samstag lädt er Kinder in die Eisdiele, verteilt dort selbst für jedes Kind zwei kostenlose Kugeln. Ansonsten setzt er viel auf die sozialen Medien; seine Fraktion hat zudem einen Podcast aufgenommen, in dem er den städtischen Haushalt erklärt.

Die Freien Wähler haben eine Wahlempfehlung für Schmitt abgegeben. Das war zu erwarten, denn sie bilden zusammen mit CDU und Grünen eine Koalition.

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