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Dieter Romann.

Frankfurt/Main

Ermittlungen gegen Bundespolizeichef werden eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat das Ermittlungsverfahren gegen Bundespolizeipräsident Dieter Romann im Zusammenhang mit der Rückführung des mutmaßlichen Mörders der Schülerin Susanna aus dem Nordirak eingestellt. „Das ist alles abgeschlossen“, sagte die Sprecherin der Behörde. Es gebe keinen hinreichenden Tatverdacht.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat das Ermittlungsverfahren gegen Bundespolizeipräsident Dieter Romann im Zusammenhang mit der Rückführung des mutmaßlichen Mörders der Schülerin Susanna aus dem Nordirak eingestellt. „Das ist alles abgeschlossen“, sagte die Sprecherin der Behörde. Es gebe keinen hinreichenden Tatverdacht.

Nach einer Anzeige hatte die Anklagebehörde wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung gegen Romann ermittelt. Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) über die Einstellung der Ermittlungen berichtet.

Romann und weitere Bundespolizisten waren im vergangenen Juni nach Erbil im Nordirak geflogen, um den dort festgenommenen Tatverdächtigen zurück nach Deutschland zu bringen. Der Verdächtige soll die 14 Jahre alte Schülerin aus Mainz im Mai 2018 vergewaltigt und ermordet haben. Die Leiche des Mädchens wurde erst im Juni gefunden. Der Tatverdächtige und seine Familie hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits in den Irak abgesetzt. Sowohl Strafverteidiger in Deutschland als auch die irakische Zentralregierung in Bagdad hatten die Art der Rückführung kritisiert.

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