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Ermittlungen gegen "Berserker" laufen

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Von: Hanning Voigts

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Neonazis der Berserker Pforzheim pöbeln 2016 Anti-Nazi-Demonstranten in Wetzlar an.
Neonazis der Berserker Pforzheim pöbeln 2016 Anti-Nazi-Demonstranten in Wetzlar an. © Peter Juelich

Das Verfahren gegen die rechtsextreme Gruppe im Lahn-Dill-Kreis ist noch nicht abgeschlossen.

Genau drei Monate nach den Razzien gegen die mutmaßlichen Gründer eines rechtsextremen Netzwerks im Lahn-Dill-Kreis dauern die Ermittlungen weiter an. Das Verfahren sei noch nicht abgeschlossen, sagte Nadja Niesen, die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, der Frankfurter Rundschau. Insbesondere müssten noch Speichermedien wie Handys und Festplatten ausgewertet werden. Die Beschuldigten schwiegen zu den Vorwürfen, sagte Niesen. 

Ende Januar hatten Spezialkräfte der Polizei die Wohnungen von vier Männern im Alter zwischen 27 und 40 Jahren durchsucht und dabei Mobiltelefone, Laptops, Luft- und Schreckschusswaffen, Messer und ein Schwert sichergestellt. Alle vier Beschuldigten wohnen in der Umgebung von Dillenburg und Herborn im Lahn-Dill-Kreis, sind bereits wegen Drogendelikten verurteilt und als Rechtsradikale bekannt. 

Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern vor, eine hierarchisch strukturierte, rechtsextreme kriminelle Vereinigung mit bis zu 100 Anhängern gegründet zu haben. Die Gruppe soll eine Art Uniform tragen und über bundesweite Kontakte zu Rockern und in die militante Neonaziszene verfügen. FR-Recherchen deuten darauf hin, dass es sich dabei um die „Berserker Lahn-Dill“ handelt, einen inzwischen offiziell aufgelösten Ableger der rechtsradikalen Hooligantruppe „Berserker“ aus Pforzheim.

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