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Eine der Ersten in Frankfurt: Zeynep Kallmayer (li.), Pflegegruppenleiterin an der Uniklinik, erhält die Corona-Impfung.
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Eine der Ersten in Frankfurt: Zeynep Kallmayer (li.), Pflegegruppenleiterin an der Uniklinik, erhält die Corona-Impfung.

Hessen

Erleichterung über Impfbeginn in Frankfurt und Hessen

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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In Pflegeheimen landesweit und an der Frankfurter Uniklinik erhalten die Ersten ihren Schutz gegen Corona. Dabei geht alles glatt.

Ein kleiner Stich in den Oberarm – ein hoffentlich großer Schritt im Kampf gegen das Coronavirus: Auch in Hessen sind am Sonntag die ersten Angehörigen der am meisten gefährdeten Gruppen und des medizinischen Personals gegen Corona geimpft worden.

Auf den Tag genau zehn Monate nach der Entdeckung des ersten Corona-Falls in Hessen erhielt die Krankenschwester Zeynep Kallmayer als eine der ersten die schützende Spritze. Sie kümmert sich am Frankfurter Universitätsklinikum um Covid-19-Patient:innen. Dorthin war zuvor eine erste Charge von 185 Impfdosen geliefert worden. Die Ehre, die Erste zu sein, nehme sie stellvertretend für ihr Team entgegen, sagte Zeynep Kallmayer. Der Start der Impfungen sei für sie sowie ihre Kolleginnen und Kollegen „ein schönes nachträgliches Weihnachtsgeschenk und eine Erleichterung“.

Die Spritze für Zeynep Kallmayer verabreichte die Betriebsärztin des Frankfurter Uniklinikums und Angehörige der Ständigen Impfkommission (Stiko), Sabine Wicker. Auf diesen Moment habe sie lange gewartet, sagte sie.

Außer medizinischem Personal werden in der ersten Phase der Massenimpfung Menschen in Senioren- und Pflegeheimen immunisiert. In Frankfurt und mehreren Landkreisen waren am Sonntag mobile Impfteams unterwegs, um den Bewohnerinnen und Bewohnern den schützenden Pieks zu verpassen. Andere Kommunen sollen an diesem Montag folgen.

Auch Hannelore Hau gehörte in Frankfurt zu den Ersten. Sie erhielt ihre Impfdosis in einem Wohnstift an der Waldschmidtstraße und gab sich als „offener Impffan“ zu erkennen. Froh, dass es los geht, waren auch der 84-jährige Dieter Ruppel – und die 105-jährige Elfriede König. Ihre Reaktion auf den Pieks: „Was? Das war alles?“

Am Samstag waren in Hessen die ersten 10 000 Dosen des Biontech-Pfizer-Impfstoffs angekommen. Das Vakzin wird in einem geheimen Lager bei Minustemperaturen zwischengelagert und von dort aus an die Impfzentren verteilt. Die ersten 5000 Dosen wurden an mobile Impfteams und Schwerpunkt-Kliniken gegeben. Die zweiten 5000 werden für die nötige zweite Impfung zurückgehalten.

Der Bund hat Hessen weitere Lieferungen noch in diesem Jahr in einer Größenordnung von fast 100 000 Dosen in Aussicht gestellt. Sobald Impfstoff in ausreichendem Maße vorhanden ist – und ein Großteil der Menschen in Heimen und Krankenhäusern geimpft ist –, sollen in Phase zwei sechs zentrale Impfstellen in Hessen öffnen: in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt.

Laut Innenministerium könnte das voraussichtlich Mitte bis Ende Januar der Fall sein. Dann sollen unter anderem Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Rettungsdienste und der ambulanten Pflegedienste sowie alle Menschen ab dem 80. Lebensjahr drankommen, die nicht in Senioren- und Pflegeheimen geimpft wurden. Erst in Phase drei sollen alle Impfzentren in Betrieb gehen.

Vor dem Corona-Testzentrum am Flughafen bildeten sich an den Weihnachtsfeiertagen lange Schlangen von Menschen, die sich auf das Virus testen lassen wollten. Die Bundespolizei warnte auf Twitter, das Zentrum sei stark frequentiert, es müsse mit sehr langen Wartezeiten gerechnet werden. „Verzichten sie bitte auf nicht dringend notwendige Reisen“, forderte die Polizei auf.

In Hessen wurden binnen 24 Stunden weitere 1325 Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt liegt die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle bei nunmehr 131 434, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts in Berlin von Sonntag (0 Uhr) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 61 auf 2484. Damit kommt Hessen landesweit in den vergangenen sieben Tagen auf 161,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner:innen. Während der Feiertage und zum Jahreswechsel sei bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass weniger getestet und weniger Ergebnisse gemeldet würden, erklärte das RKI.

In einem Altenheim in Grünberg (Landkreis Gießen) wurden 44 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 13 Pflegekräfte positiv auf das Virus getestet. (mit dpa)

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