Bad Homburg

Erfassung der versiegelten Flächen dauert an

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In Bad Homburg werden anhand von Luftbildern Daten über die versiegelten Flächen auf Grundstücken erhoben. Bislang hatte sich die Stadt auf die Selbsteinschätzung der Bürger verlassen.

In Bad Homburg sind gesplittete Abwassergebühren bereits ein alter Hut. Schon seit 1996 zahlen die Einwohner ihre Rechnung getrennt nach Schmutzwasser und Niederschlagswasser. Allerdings zunächst auf Basis einer Selbsteinschätzung. „Die Stadt hat den Angaben Vertrauen geschenkt und lediglich Plausibilitätsprüfungen durchgeführt“, teilt Rathaussprecher Andreas Möring mit.

Vor drei Jahren wollte sie es dann aber doch genauer wissen und startete eine neue Erhebung der versiegelten Flächen anhand von Luftbildern. Die Grundstückseigentümer haben daraufhin erneut Erfassungsbögen erhalten, um ihre früheren Angaben gegebenenfalls zu korrigieren. Großen Protest habe das nicht ausgelöst, teilt Möring mit. Allerdings sei ein sehr hoher Beratungsaufwand nötig gewesen.

Folge: Die Neuerhebung ist immer noch nicht flächendeckend abgeschlossen. Dennoch sei das Ganze sinnvoll. Zum einen könne man die Gebühren gerechter berechnen. Zum anderen habe die Stadt eine bessere Datenbasis für den Betrieb des Kanalnetzes. So könne man künftig die nötigen Kapazitäten genauer berechnen, wenn ein Kanal erneuert werden müsse.

In Bad Homburgs Nachbarstadt Oberursel wird die Abwassergebühr seit 2006 getrennt nach Schmutz- und Niederschlagswasser berechnet. Derzeit beträgt die Schmutzwassergebühr 2,29 Euro pro Kubikmeter und die Gebühr für das Niederschlagswasser, die auf Basis der versiegelten Fläche des jeweiligen Grundstücks bemessen wird, 0,41 Cent pro Quadratmeter.

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