Justiz

Vom Zug erfasst

Das Landgericht Fulda verhandelt den Tod einer Schülerin. In dem Prozess geht es um die Frage, ob der Winterdienst ordnungsgemäß ausgeführt wurde.

Mehr als neun Jahre nach dem tödlichen Unfall eines 16-jährigen Mädchens auf einem vereisten Bahnsteig im osthessischen Neuhof kommt es zum Prozess. Das Landgericht Fulda hat nach viel juristischem Hin und Her in dem Verfahren die Verhandlungstermine festgelegt. Vom 6. August an soll der Fall erörtert werden, teilte das Landgericht am Montag mit.

Die Schülerin war am 4. Februar 2010 auf dem Bahnsteig ausgerutscht und von einem einfahrenden Zug erfasst, mitgeschleift und getötet worden. Vier Angeklagte müssen sich wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen verantworten.

Das Gericht legte 31 Verhandlungstermine bis Ende Januar 2020 fest. In dem Prozess geht es um die Frage, ob der Winterdienst ordnungsgemäß ausgeführt wurde, der Bahnsteig ausreichend geräumt und gestreut wurde und wer möglicherweise die Verantwortung für das Unglück trägt. Angeklagt sind der Geschäftsführer der damals mit der Ausführung des Winterdienstes beauftragten Gesellschaft, der zum Unfallzeitpunkt diensthabende Fahrdienstleiter sowie zwei leitende Bahnmitarbeiter. (dpa)

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