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Ralf Bröske hat für den Platz eine Menge Ideen. Rolf Oeser
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Ralf Bröske hat für den Platz eine Menge Ideen. Rolf Oeser

Freizeit

Eppstein: Rückzugsort für gestresste Städter

  • VonJürgen Streicher
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Das ehemalige Taunus-Camp heißt jetzt „the Eppstein project“

In sattem Grün stehen die Wiesen, der Wald zeigt sich in seinem besten Licht, ein Sieben-Hektar-Traum in schöner Hanglage. Eingebettet zwischen Wald und offener Hügellandschaft. Umgeben von urwüchsigen Naturschutzgebieten, mit S-Bahn-Anschluss Richtung Metropole nur ein paar Minuten entfernt. Von oben hat man einen idyllischen Blick auf die Eppsteiner Stadtteile Niederjosbach und Bremthal, die fast 200 Stellplätze verteilen sich auf vielen Terrassenebenen zwischen alten Obstbäumen und Buschwerk. Einen „Rückzugsort für gestresste Städter“ will das Team um Ralf Bröske bieten, einen „Wohlfühlort für Homeoffice-Geschädigte“, einen Rastpunkt für Radler und Wanderer, Durchreisende und alle anderen, die raus wollen, um Natur und Natürlichkeit an einem besonderen Ort zu genießen.

Der Campingplatz in Niederjosbach, Jahrzehnte als Taunus-Camp mit besonderer Note firmierend, durchläuft gerade eine aufwendige Wiederbelebungsphase. „Wir haben geöffnet!“, steht seit ein paar Tagen auf der Homepage des Unternehmens „the Eppstein project“, das für die neuen Eigentümer neuen Glanz auf die in die Jahre gekommene Anlage nicht weit entfernt von der A3 bringen will. Der Name passt, die geplante Neuordnung auf Teilen des Geländes zwischen Feld und Wald ist langfristig angelegt. Ralf Bröske will das alte Taunus-Camp behutsam in eine neue Zeit führen. Mit Camping und Lodging, mit kleinen Ferienchalets, mit „Wine & Dine“-Konzepten entlang der „Äppelallee“ und einem kleinen Biergarten im oberen Teil, der Mitte Juni geöffnet werden soll. „Wir wollen es mal probieren“, sagt der Unternehmer, der aus dem Messebau kommt und viele Träume und Ideen hat mit Blick auf die neue Zeit am Taunushang.

Für Saison- und Ganzjahresplätze kann man sich schon länger bewerben, jetzt sind auch touristische Übernachtungen wieder möglich. Vom „Eldorado für Radfahrer“ im Umfeld schwärmt Bröske, ein bekannter Radwanderweg (Fernradweg R8) führt direkt oberhalb des Campingplatzes vorbei, Mountainbiker sind hier ebenfalls gerne unterwegs. Auf Naturtourismus dieser Art setzt Bröske, auf „Durchfahrende“ mit Wohnmobilen und Wohnwagen, die auf dem Weg nach Süden sind und gerne mal eine Pause für ein paar Nächte einlegen, auf Campingfreunde eben, einen Mix aus Dauercampern und Touristen. Die Idee von sogenannten „Tiny Häusern“ wurde schnell ad acta gelegt, das möchte die Gemeinde nicht. „Man kann auch keinen festen Wohnsitz anmelden, das möchte die Kommune nicht“, so Ralf Bröske.

Und die neuen Hausherren würden „eher ungern“ die irischen Landfahrer wiedersehen, durch die das Taunus-Camp zuletzt im Sommer 2016 in die Schlagzeilen geraten war. Die „Irish Traveller“, die traditionell als Gruppe, Großfamilie oder Clan auftreten. Jahrelang hatten sie auf dem Campingplatz des Vorbesitzers Jörg Steimer im Sommer Station gemacht, meist rund um den katholischen Feiertag Mariä Lichtmess im August. Bis zu 50 Gespanne der Traveller-Clans ließ Steimer auf dem Gelände übernachten. „Dem Image des Platzes hat das nicht immer gutgetan“, räumte der Chef selbst ein, als er vor zwei Jahren Insolvenz anmelden musste. Er selbst, das betonte Steimer immer wieder, kam bestens mit dem fahrenden Volk zurecht.

Jörg Steiner hatte das Taunus-Camp 1995 von seinen Eltern übernommen, die den Platz mit verschlungenen Wegen den Hang hinauf 1970 auf den alten Streuobstwiesen des ehemaligen Hubertushofs angelegt haben. Damals waren die Wohnwagen noch nicht so groß wie heute, Wohnmobile in modernen Dimensionen gab es noch nicht. „Der Platz hier eignet sich eher für kleine Wohnwagen und kleine Camper“, sagt Ralf Bröske, große Wohnwagen müssten mit dem Traktor geschleppt werden, für manche sei der Kurvenradius einfach zu eng. Das gemütliche Ambiente soll erhalten werden, die Fotos auf der Homepage von „the Eppstein project“ zeigen vor allem Bilder von alten Campermodellen, Familie Bröske ist bei Veranstaltungen mit ihrer fahrenden Weinbar mit einem alten VW Bulli unterwegs.

Mehr Informationen im Internet unter: www.the-eppstein-project.de

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