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Dieter Lang (li.) holte 34,8 Prozent aller gültigen Stimmen, Jürgen Rogg (re.) 36,2 Prozent. Sie stehen sich in zwei Wochen in einer Stichwahl erneut gegenüber.
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Dieter Lang (li.) holte 34,8 Prozent aller gültigen Stimmen, Jürgen Rogg (re.) 36,2 Prozent. Sie stehen sich in zwei Wochen in einer Stichwahl erneut gegenüber.

Dietzenbach

Entscheidung über Dietzenbacher Bürgermeister erst in Stichwahl

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Die Dietzenbacher Bürgermeisterkandidaten haben sich in der Wahl die Stimmen geteilt: Jeder holt rund ein Drittel. Nun kommt es in zwei Wochen zu einer Stichwahl.

In zwei Wochen auf ein Neues: Die Bürgermeisterwahl in Dietzenbach hat am Sonntagabend keinen eindeutigen Sieger hervorgebracht. Für keinen der drei Bewerber reichte es für die absolute Mehrheit. Dem amtierenden Bürgermeister Jürgen Rogg (parteilos) und dem Ersten Stadtrat Dieter Lang (SPD) gelang es, die meisten Stimmen auf sich zu vereinen. Sie gehen nun am 28. März in eine Stichwahl. René Bacher, der junge Kandidat der Grünen, erzielte einen Achtungserfolg.

Das Votum der Dietzenbacher:innen teilte sich quasi in Drittel auf: Jeder der drei Kandidaten konnte um die 30 Prozent einheimsen. Für den Amtsinhaber Rogg war das ein herber Verlust, konnte er doch bei der vergangenen Bürgermeisterwahl im Jahr 2015 noch 65 Prozent aller gültigen Stimmen auf sich vereinen. Damals gab es mit Dietmar Kolmer (CDU) aber nur einen Gegenkandidaten. Schon beim ersten ausgezählten Stimmbezirk deutete sich an, dass Rogg diesmal nicht die absolute Mehrheit holt: Bei dem Briefwahlbezirk, der im Stadtverordneten-Sitzungssaal ausgezählt wurde, kam er auf 40,66 Prozent aller gültigen Stimmen. René Bacher setzte sich auf Platz zwei mit 32,97 Prozent, Dieter Lang erzielte dort 26,37 Prozent.

Als die Hälfte der 22 Wahlbezirke ausgezählt war, sah das Ergebnis allerdings anders aus: Lang lag acht Prozentpunkte vor Bacher – und blieb es mit einem Plus von schließlich sechs Prozentpunkten auch bis zum Ende. Rogg lag zur Halbzeit bei 37,37 Prozent, büßte dann bis zur Auszählung sämtlicher Stimmen noch einen weiteren Prozentpunkt ein.

Insgeheim habe er mit einer Stichwahl gerechnet, sagte Rogg nach der Wahl – auch wenn seine Erwartung „50 plus 1“ gewesen sei. Allerdings musste er zugeben, dass ihm die Rückmeldung aus der Bevölkerung vor der Wahl gefehlt habe, weil wegen der Pandemie keine Veranstaltungen möglich waren. Dietzenbach sei traditionell eher rot, deshalb seien die 34,75 Prozent für Lang wenig verwunderlich. Das Abschneiden des grünen Kandidaten habe ihn aber überrascht, sagte Rogg, auch wenn die Grünen in vielen Parlamenten in den letzten Jahren stärker geworden seien. Er bescheinigte Bacher einen „engagierten Wahlkampf“. Der 34-jährige Kontrahent habe durch seine Facebook- und Instagram-Auftritte wohl die jungen Wähler:innen motivieren können. „In zwei Wochen werden wir sehen, wo sich die Wähler hinschlagen, die Bacher gewählt haben“, sagte er.

„Ich hätte erwartet, dass der Amtsinhaber im ersten Wahlgang das Rennen macht“, sagte Dieter Lang. Er wertete sein Abschneiden als erfolgreich. Die Mehrheit der Dietzenbacher Wähler:innen habe den Wechsel gewählt, diagnostizierte er, um gleich danach klarzumachen: „Wer den Wechsel will, muss in zwei Wochen mich wählen.“ Lang dankte seinen Wahlkampfteams für ihren „unglaublichen Einsatz“.

„Man kann nicht zufrieden sein, wenn man um den Sieg gespielt hat und nicht gewinnt“, äußerte sich René Bacher. Trotzdem sei sein Ergebnis gegen zwei Hauptamtliche respektabel, befand er. Er habe ein Drittel der Stimmen gefangen, ohne dass ihn im Gegensatz zu Bürgermeister Rogg viele Leute kannten, und er habe auch nicht den Bekanntheitsbonus von Dieter Lang.

In einem Wahlkampf mit entsprechend längerer Vorbereitung und keinen Pandemieeinschränkungen hätte es anders ausgesehen, war er sich sicher. Die Stadt wolle den Wechsel, und deshalb werde er es in sechs Jahren wohl nochmals probieren, kündigte er an.

Jürgen Rogg (parteilos) 36,2

Dieter Lang (SPD) 34,8

René Bacher (Grüne) 28,9

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