Andere Museen

Engagiert für ein Museum

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Im Rhein-Main-Gebiet gibt es viele Museen. In einigen sind ehrenamtliche Helfer herzlich willkommen. Ein Überblick.

Im Römerkastell Saalburg spielt die Beschäftigung von ehrenamtlichen Helfern fast keine Rolle. Nur ein auf freiwilliger Basis aktiver Mitarbeiter ist derzeit in der Bibliothek tätig. Die Führungen innerhalb des auf Taunushöhe angesiedelten Museums werden von Honorarkräften absolviert. „Wir haben in unserer Verwaltung“, so Direktor Carsten Amrhein, „keine Kapazitäten, um ein Team von Ehrenamtlern zu betreuen.“ Gerne werde aber auf die Mitglieder des Fördervereins Saalburg zurückgegriffen, deren Engagement unverzichtbar sei.

www.saalburgmuseum.de

Im Museum Sinclair-Haus in Bad Homburg werden Mitarbeiter im Ehrenamt ebenfalls umsonst gesucht. Vier fest angestellte Personen kümmern sich in dem kleinen, aber exquisiten Ausstellungshaus während der Öffnungszeiten um Aufsicht und Abläufe. „Eine verantwortungsvolle und komplexe Arbeit“, sagt Andrea Sietzy von der zuständigen Stiftung Nantesbuch. Die viele Stunden umfassende Tätigkeit solle durchaus vergütet werden. Zudem sei das Verwaltungsteam des Museums zu schwach besetzt, um eine Betreuung des Ehrenamtes zu gewährleisten. „Das wäre in der jetzigen Konstellation für uns zu kompliziert.“

www.museum-sinclair-haus.de

Für das Museum Gotisches Haus in Bad Homburg sind derzeit keine Ehrenamtler tätig. Bewerbungen liegen nach Auskunft von Leiterin Ursula Grzechca-Mohr nicht vor, auch sei das Thema eine Versicherungsfrage. Die vorerst letzten ehrenamtlichen Einsätze galten dem Münzkabinett.

www.bad-homburg.de

Das Horex-Museum in Bad Homburg stellt eine Besonderheit dar. Hier widmen sich nach Auskunft von Direktorin Ursula Grzechca-Mohr aktuell zwei „Ehrenbeamte“ in versierter Freiwilligkeit der kurstädtischen Motor-Geschichte.

www.bad-homburg.de

Das Heimatmuseum Seulberg organisiert sich seit dem 1. Januar diesen Jahres neu. Was sich zuvor in ehrenamtlicher Trägerschaft des Vereins für Geschichte und Heimatkunde Friedrichsdorf befand, betreut nun die Stadtverwaltung. „Die Stadt kümmert sich fortan um alles, was Gebäude und Museales betrifft“, so Archivarin Erika Dittrich, die die Museumsleitung lange Jahre selbst ehrenamtlich zu bewältigen hatte. Um die Seulberger Institution mit Gebäudepflege und Ausstellungsbetrieb am Laufen zu halten, seien jährlich mehr als 4000 Stunden im Ehrenamt nötig gewesen. Der Verein habe dies nicht mehr leisten können. Freiwillige Kräfte sind dennoch gefragt: „Etwa 40 Leute organisieren weiterhin Kunsthandwerker- und Ostermärkte, Sonntags-Café und Stammtisch.“ Auch der Aufbau von Ausstellungen werde weitgehend ehrenamtlich durchgeführt. Mit der neuen Struktur seien die Angebote ausgedehnt worden.  

www.friedrichsdorf.de

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