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Die Stadt Bad Vilbel will die Elektromobilität fördern.
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Die Stadt Bad Vilbel will die Elektromobilität fördern.

Bad Vilbel

Elektromobilität gefragt

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Bad Vilbel sondiert mögliche Standorte in der Stadt für Ladesäulen. Skepsis herrscht jedoch gegenüber einem Projekt mit dem Stromanbieter Entega.

Die Stadt Bad Vilbel erarbeitet ein Konzept zur Elektromobilität und der Etablierung von Ladesäulen. Wie Stadtsprecher Yannick Schwander auf Anfrage mitteilte, soll das Konzept bis Ende dieses Jahres vorliegen. Die Stadt will es bis Ende 2019 verwirklichen. Man lasse sich Zeit, um Erfahrungen aus anderen Kommunen zu evaluieren und um auf neue technische Entwicklungen eingehen zu können. „Klar ist aber bereits, dass die Parkhäuser an der künftigen Therme in Bad Vilbel sowie die geplante Tiefgarage unter dem Kurhaus mit einer Ladeinfrastruktur für E-Autos ausgestattet werden sollen“, äußerte der Stadtsprecher.

Die Grünen hatten in der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments beantragt, der Magistrat solle vom Darmstädter Energieversorgungsunternehmen Entega mindestens eine Ladesäule in Bad Vilbel errichten lassen. Das Entega-Projekt ermögliche es der Stadt, Ladesäulen „sehr günstig“ zu errichten, schrieb die Ökopartei. Das Unternehmen hatte vor einigen Wochen angekündigt, noch in diesem Jahr 100 neue Ladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten für Elektroautos in Südhessen installieren zu wollen. Der Eigenanteil der Kommunen beträgt je nach Standort mindestens 2500 Euro pro Säule. Das Land beteiligt sich mit 40 Prozent an den Investitionskosten und stellt für das Projekt eine halbe Million Euro zur Verfügung.

Die Grünen in Bad Vilbel schlugen vor, dass das Elektroauto, das die Entega teilnehmenden Kommunen probeweise zur Verfügung stellt, für den Einsatz in der Stadtverwaltung getestet werden soll. „Die Erfahrung soll Grundlage für Entscheidungen zugunsten von E-Fahrzeugen im Verantwortungsbereich der Stadt sein“, forderte die Ökopartei. In Bad Vilbels Nachbarstadt Karben nutzen Mitarbeiter der Stadtverwaltung schon seit 2011 ein kleines E-Auto. Seitdem gibt es auch eine Ladesäule vor dem Kärber Rathaus.

Obwohl die E-Mobilität für die Grünen ein wichtiges Anliegen darstellt, hat die Fraktion im Stadtparlament ihren Antrag für eine Teilnahme an dem Entega-Förderprogramm erst einmal zurückgezogen. Die Grünen wollen abwarten, was in dem Konzept der Stadt steht.

Verantwortlich dafür sind Erster Stadtrat und Verkehrsdezernent Sebastian Wysocki (CDU) und die Stadtwerke. Deren Geschäftsführer Ralph Franke will sich zu den Plänen noch nicht äußern. Auch Stadtsprecher Schwander sagt nicht viel: „In dem Konzept sollen sowohl technische als auch rechtliche und wirtschaftliche Aspekte sowie mögliche Standorte Berücksichtigung finden.“ Es sei richtig, dass die Stadtwerke maßgeblich für dieses Thema verantwortlich sind und die Initiative ergriffen. Die Errichtung von Ladesäulen und der Ausbau einer Elektromobilitätsinfrastruktur, so Schwander, dürfe keine Marketingaktion eines Stromanbieters aus Südhessen sein. Gemeint ist die Entega.

Fördermöglichkeiten hätte die Stadt jedenfalls noch andere. So hat das Bundesverkehrsministerium Mitte Februar eine neue Förderrichtlinie für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur veröffentlicht. Demnach stellt der Bund von März 2017 bis 2020 300 Millionen Euro bereit, um den Aufbau von bis zu 5000 öffentlichen Schnellladesäulen und 10 000 öffentlichen Normalladestationen zu fördern.

Von Andreas Groth

Neuer Wind in Sachen Elektromobilität in Frankfurt: Das Elektromobilitätskonzept nennt viele Projekte für die kommenden zehn Jahre - unter anderem zu Ladesäulen, E-Taxis, autonomen Bussen.

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