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Eldorado für Parkour-Sportler und Biker in Dreieich und Neu-Isenburg

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Von: Annette Schlegl

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Actiongeladene Freizeitmöglichkeiten stehen bei den Jugendlichen hoch im Kurs. andreas arnold
Actiongeladene Freizeitmöglichkeiten stehen bei den Jugendlichen hoch im Kurs. andreas arnold © Andreas Arnold

Die Städte Dreieich und Neu-Isenburg schaffen und planen neue actiongeladene Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche.

Tschüss, Langeweile: In zwei Städten im Kreis Offenbach sollen Jugendliche neue Freizeitangebote finden. In Dreieich wird mit einem Park für die Sportart Parkour ein lang ersehntes Projekt verwirklicht, außerdem wird dort der Skate- und Bikepark erweitert. In Neu-Isenburg reift die Idee einer Mountainbikeanlage für die Teenager.

Im Sommer soll in Dreieich im Sprendlinger Bürgerpark der Bau eines Parkourparks beginnen – mit bis zu 2,60 Meter hohen Hindernissen für Anfänger und Profis, einer Aufwärmzone und einer Chill-Area. Damit wird eine Idee Wirklichkeit, die Ende 2017 im Jugendparlament geboren wurde. Die Jugendlichen gründeten eine Parkourpark AG, die ein Konzept entwickelte und den Stadtverordneten im Ausschuss vorstellte. „Anfangs waren die Kosten mit 60 000 Euro angesetzt, von denen die Stadt 30 000 Euro übernahm“, sagt Laszlo Boroffka, einer der Initiatoren. Die anderen 30 000 Euro sollten die Jugendlichen selbst aufbringen – was mit Crowdfunding und Sponsorengeldern im Jahr 2019 auch tatsächlich gelang. Dann stellte sich aber heraus, dass die Summe zu niedrig angesetzt war. Bürgermeister Martin Burlon (parteilos) kontaktierte daraufhin die Flughafenstiftung, die die fehlenden 30 000 Euro dazugab.

Der ursprünglich geplante Standort am Freibad scheiterte am Widerstand der Anlieger, die zu viel Lärm befürchteten. Als dann ein geplanter kleiner Fitnessparcours aus dem Bürgerpark Sprendlingen ausgelagert wurde, kam die Chance für die Verwirklichung des Projekts Parkourpark.

Vier junge Sportler begannen, die Anlage mit dem Landschaftsarchitekturbüro lsquadrat akribisch zu planen. Sie bauten dessen Entwürfe eins zu eins mit 3D-Modellen und Virtual-Reality-Brillen, aber auch live mit Turngeräten nach. Nun ist der Entwurf fertig – „aber ein paar Tausend Euro sind noch erwünscht“, so Boroffka. Er hofft, dass bis zum 30. April noch Spenden eingehen, bevor die Ausschreibung erfolgt.

Sprünge sind auch im Skate- und Bikepark unter der Hengstbachtalbrücke möglich. Die Rüsselsheimer Baufirma Bastian hat den Jugendlichen 100 Kubikmeter Erde spendiert, die die Anlage vergrößern sollen. Corona macht es aber momentan nicht möglich, daraus neue Dirtjumps zu bauen.

In Neu-Isenburg soll Ähnliches entstehen. Im November 2020 wandte sich Holger Reims in den sozialen Medien direkt an die Stadtspitze und stieß einen Mountainbike-Parcours an, der möglicherweise auf einem der beiden kaum genutzten Bolzplätze im Tannenwald entstehen könne. Er kenne rund 50 Jugendliche, die sich so einen Parcours wünschen. Reims hatte bei einer entsprechenden Fachfirma auch schon ein Angebot eingeholt.

Der Wunsch stieß bei Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) auf offene Ohren. Da die Bolzplätze auf Frankfurter Gemarkung liegen, schloss er sich mit Heike Appel, Leiterin des Frankfurter Grünflächenamtes, kurz. Ergebnis: „In Frankfurt ist man nicht abgeneigt“, sagt Hunkel. Eine Mountainbike-Anlage könne dort wohl entstehen – wenn auch kein großer Parcours.

Auf jeden Fall könne das Projekt dort eher realisiert werden als auf einer Fläche für Schul-und Vereinssport, die der Bebauungsplan im Neubaugebiet Birkengewann vorsieht. Wie genau dieses Gelände bespielt werden soll, werde demnächst in einer Konferenz mit Vereinen, dem Kreis Offenbach als Schulträger und dem Jugendforum geklärt.

Solche Sätze möchte Maxim Kuznetsov in Zukunft nicht nur am Geländer des Dreieicher Bürgerhauses machen, sondern im Parkourpark. stadt Dreieich/Scheibel
Solche Sätze möchte Maxim Kuznetsov in Zukunft nicht nur am Geländer des Dreieicher Bürgerhauses machen, sondern im Parkourpark. stadt Dreieich/Scheibel © Stadt Dreieich/Scheibel

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