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Menschen gehen über die Frankfurter Zeil.
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Menschen gehen über die Frankfurter Zeil.

Corona

Einschränkungen für Großstädte

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  • Steven Micksch
    Steven Micksch
  • Jens Joachim
    Jens Joachim
  • Madeleine Reckmann
    Madeleine Reckmann

In den städtischen Hotspots wie Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt soll es jetzt wieder Alkoholverbot und Maskenpflicht geben.

Am Mittwoch 378,1 und am Donnerstag 409,2: Die Inzidenz in Frankfurt hat Mitte der Woche die kritische Schwelle von 350 überschritten. Bleibt die Inzidenz auch am Freitag über diesem Schwellenwert, gelten ab Samstag neue Beschränkungen in der Stadt. Diese Regelung ist Teil der neuen Corona-Landesverordnung. Ein Landkreis beziehungsweise eine kreisfreie Stadt gelten demnach als Hotspot, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 350 liegt.

Die vom Land „Hotspot-Regeln“ genannten Maßnahmen beinhalten ein Alkoholverbot an belebten Orten und Plätzen. In Frankfurt sind es unter anderem die großen Grünflächen an den Mainufern, Grüneburgpark, Günthersburgpark sowie Alt-Sachsenhausen aber auch Plätze wie Friedberger Platz, Luisenplatz, Matthias-Beltz-Platz, Schweizer Platz, der Vorplatz der Kleinmarkthalle, Opernplatz, Goetheplatz Rathenauplatz, Römerberg, Haupt- und Konstablerwache. Zudem Straßen wie die Zeil, Berger Straße, Große Bockenheimer Straße oder Leipziger Straße. Alle Orte finden sich in der zwölften Allgemeinverfügung der Stadt Frankfurt.

Des Weiteren herrscht dann Maskenpflicht in Fußgängerzonen, wie etwa der Zeil, Römerberg, Kaiserstraße, Leipziger Straße, Berger Straße oder auch Königsteiner Straße. Eine dritte Maßnahme betrifft Veranstaltungen von mehr als zehn Personen, die Kultur-, Sport- und Freizeitbereiche, die Gastronomie sowie touristische Übernachtungen.

Bei allen genannten gilt in Innenräumen dann die 2G-Plus-Regel, im Außenbereich die 2G-Regel. Das heißt konkret: Kein Restaurantbesuch für Ungeimpfte, und Geimpfte und Genesene benötigen einen offiziellen Test. Gleiches gilt für Sporthallen, Fitnessstudios, Kinos, Theater und weitere entsprechende Einrichtungen. Sportplätze unterliegen der 2G-Beschränkung.

Die vierte Änderung wäre die Schließung von Prostitutionsstätten. Ein Ärgernis, so der Verein Doña Carmen, der sich für soziale und politische Rechte von Prostituierten einsetzt. Bereits jetzt beklagt dieser, dass die in Hessen geltende 2G-Plus-Regel genutzt werde, um weiter Druck auf Ungeimpfte auszuüben. Diese haben aktuell keinen Zugang zu Prostitutionsstätten. Eine zusätzliche Verschärfung durch Schließungen nur aufgrund der Inzidenz und ohne Hospitalisierungen und Intensivbettenbelegung zu beachten, sei weder zielführend noch gerechtfertigt.

Die Hotspot-Regeln treten außer Kraft, sobald der Inzidenz-Wert an fünf aufeinander folgenden Tagen unterhalb der Schwelle von 350 liegt.

In Wiesbaden gelten im Stadtgebiet voraussichtlich von Sonntag an die zusätzlichen besonderen Hotspot-Regeln. Besonders die belebten Straßen in der Innenstadt werden dann von Maskenpflicht und Alkoholverbot betroffen sein. Am Donnerstag gab das hessische Sozialministerium die Sieben-Tage-Inzidenz für Wiesbaden mit 385,1 an. Entscheidend werden die Inzidenzen am Freitag und Samstag.

In Darmstadt werden die verschärften Regelungen voraussichtlich schon von Samstag an gelten. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch bei 367,5 und am Donnerstag bei 388,3. Nach Angaben des Gesundheitsamtes waren am Mittwoch 180 neue laborbestätigte Infektionsfälle hinzugekommen. Das sei die höchste Zunahme an einem Tag seit Beginn der Pandemie gewesen. Am Donnerstag kamen weitere 129 Fälle hinzu. Den stark ansteigenden Anteil der Omikron-Fälle an den Neuinfektionen schätzt das Amt auf derzeit 25 bis 30 Prozent. Es handele sich um ein „diffuses Infektionsgeschehen“, weil es „keine erkennbaren lokalen Hotspots“ gebe.

Für den sehr wahrscheinlichen Fall, dass die Inzidenz auch am Freitag über dem Wert von 350 liegt, hat die Stadt bereits die Veröffentlichung einer Allgemeinverfügung angekündigt. Laut einer Mitteilung würde darin ein Alkoholkonsumverbot und abermals Maskenpflicht auf öffentlichen Straßen und Plätzen in der Darmstädter Innenstadt angeordnet. Von Oktober 2020 bis Anfang Juni vorigen Jahres galt die Maskenpflicht von 8 bis 22 Uhr im Bereich der Fußgängerzone zwischen der Zeughausstraße im Norden, der Grafenstraße im Westen, der Hügelstraße im Süden sowie der Kirchstraße, der Holzstraße und dem Schlossgraben im Osten. (mit dpa)

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