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Rektorin Nicole Schäfer (l.) nimmt den Preis entgegen.

Deutscher Schulpreis

Eine Schule, für die Eltern pendeln

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Die Franz-Leuninger-Schule aus Mengerskirchen erhält den Deutschen Schulpreis.

Die Franz-Leuninger-Schule in Mengerskirchen (Landkreis Limburg-Weilburg) ist eine der besten Schulen Deutschlands. Zu diesem Schluss kam die Jury des Deutschen Schulpreises und zeichnete die Grundschule mit einem von insgesamt fünf zweiten Plätzen aus. Der Preis ist mit jeweils 25 000 Euro dotiert.

Verliehen wird der renommierte Preis von der Robert-Bosch- und der Heidehof-Stiftung. Er steht unter dem Motto „Dem Lernen Flügel verleihen“.

In Hessen ist die Freude über die Auszeichnung groß. Mit viel Fleiß und Durchhaltevermögen sei es der Schule gelungen, der Abwanderung aus ländlichen Regionen entgegenzuwirken, sagte Kultusstaatssekretär Manuel Lösel, der mit zur Preisverleihung nach Berlin gefahren war.

Früher seien vor allem sozial schwache Familien nach Mengerskirchen gezogen, sagt Rektorin Nicole Schäfer. Seit 2005 ist die Schule täglich von 7 bis 16.30 Uhr geöffnet, die Lehrkräfte arbeiten in Jahrgangsteams, für jeden der vier Jahrgänge wurde ein Arbeitsflur eingerichtet, in dem die Kinder zusammen lernen, Referate vorbereiten oder Experimente durchführen können. Zum Team gehören 20 Lehrkräfte, eine Erzieherin und eine Sozialpädagogin. Hinzu kommen eine Psychologin, eine Ergotherapeutin und eine Logopädin.

Statt wegzuziehen, pendeln viele Eltern inzwischen lieber zur Arbeit, damit ihre Kinder an der Grundschule lernen können.

Ebenfalls ins Finale – aber nicht ganz aufs Treppchen – hatte es die Liebfrauenschule aus Frankfurt geschafft.

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