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Die Straße mit dem Namen Marktplatz wird deutlich verengt, die Ampel bleibt bestehen.
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Die Straße mit dem Namen Marktplatz wird deutlich verengt, die Ampel bleibt bestehen.

Offenbach

Eine Offenbacher Straße wird zum Platz

  • Fabian Scheuermann
    VonFabian Scheuermann
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Der Offenbacher Marktplatz wird umgebaut - wir erklären, was geplant ist und warum es so lange gedauert hat.

Heute stimmen die Stadtverordneten nach langen Diskussionen wohl über die Umgestaltung des Marktplatzes ab: hier die Details.

Um was geht es? Es gibt Leute in Offenbach, die wissen nicht, dass ihre Stadt einen Marktplatz hat. Oder sie halten den Wilhelmsplatz dafür. Kein Wunder, wirkt der Marktplatz am Ende der Fußgängerzone doch eher wie eine banale breite Straße. Die Stadt will ihn nun so verändern, dass man sich dort künftig gerne aufhält. Umgestaltet werden das Stück von Stadthaus bis Geleitsstraße und die Bieberer Straße bis zum Großen Biergrund. Die Flächen rund um die S-Bahn-Ausgänge bleiben, wie sie sind.

Was ist geplant? Fußgänger und Radfahrer erhalten mehr Raum. Zwar müssen sich Letztere künftig eine von zehn auf 6,8 Meter verengte Fahrbahn mit Bussen und Autos teilen – auf dieser sogenannten Umweltspur gilt dann aber Tempo 20, und es werden mehr Abstellmöglichkeiten für Räder geschaffen. Die Gehwege wachsen in die Breite. Auch in der Bieberer Straße, sodass dort künftig Stühle und Tische stehen können. Der Gastro-Hotspot Wilhelmsplatz könnte sich zum Marktplatz hin ausdehnen. Die Busse halten weiterhin auf dem Marktplatz, es wird aber ein neuer Unterstand gebaut. Die Idee, Autos vom Platz zu verbannen, ist erst einmal vom Tisch.

Wie soll der Platz aussehen? Heller Steinbelag wird die Optik bestimmen. Der Platz und die Bieberer Straße werden barrierefrei, und der 1971 geschaffene Marktbrunnen steht künftig beleuchtet auf einem runden Sockel an der Einmündung zur Bieberer Straße. Die Bäume erhalten „Sitzinseln“ aus Beton mit Holzauflagen und -lehnen.

Bleiben die Bäume erhalten? Fünf bis sechs Platanen werden gefällt – und sieben neue Bäume gepflanzt.

Was hat so lange gedauert? In den letzten Jahren wurden mehrere Pläne entwickelt und verworfen, was auch an unterschiedlichen Ansichten von OB und Regierungskoalition lag. Durch die Umplanungen sind 84 000 Euro zusätzliche Planungskosten entstanden. Weil erst heute abgestimmt wird, gehen der Stadt außerdem 300 000 Euro Landesmittel verloren.

Wie teuer wird der Umbau nun? Die finale Variante schlägt mit 5,1 Millionen Euro zu Buche – drei Millionen weniger als zwischenzeitlich angepeilt. 2,6 Millionen kommen aus Fördertöpfen des Landes, 1,4 Millionen von Straßenbeiträgen der Anlieger. 1,1 Millionen zahlt die Stadt. Nicht mehr in der Planung enthalten sind Salzgäßchen und Kleiner Biergrund. Das spart 81 000 Euro – sorgt aber dafür, dass 244 000 Euro an Fördermitteln nicht abgerufen werden können. 200 000 Euro lässt sich die Stadt die Öffentlichkeitsarbeit rund um den Umbau kosten.

Der Zeitplan : Wenn die Stadtverordneten Ja sagen, geht es im März los. „Wegen des laufenden Verkehrs müssen wir sehr kleinteilig arbeiten“, erklärt Annette Glowania vom Stadtplanungsamt. Der Einzelhandel soll „so wenig wie möglich“ beeinträchtigt werden. Die Eröffnung des Platzes ist für Mai 2020 geplant.

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