Taunus

Eine Filiale weniger

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Die Taunus-Sparkasse hat ihre Bilanzsumme erneut gesteigert. Doch in Dornholzhausen gibt es nun keinen Mitarbeiter mehr.

Seit Anfang Juli müssen sich die Kunden der Taunus-Sparkasse im Bad Homburger Stadtteil Dornholzhausen mit Automaten begnügen. Die Geschäftsstelle wurde auf Selbstbedienung umgestellt, der einzige Mitarbeiter versetzt. Grund dafür sei mangelnde Kundenfrequenz gewesen, teilt Sparkassen-Sprecher Lars Dieckmann mit. Ansonsten habe sich aber seit Anfang 2018 am Filialnetz nichts verändert. Zudem investiere die Taunus-Sparkasse seit 2015 kräftig in die Modernisierung ihrer 71 Standorte. Dadurch hat sich der Sachaufwand im vergangenen Jahr um 800 000 Euro auf 38 Millionen Euro erhöht. Aktuell wird in Flörsheim die siebte Filiale umgestaltet.

Kerngeschäftsgebiet der Taunussparkasse sind mit dem Hochtaunus- und dem Main-Taunus-Kreis zwei der einkommensstärksten Landkreise in Deutschland. Das macht sich auch im Geschäftsbericht für 2018 bemerkbar, den der Vorstandsvorsitzende Oliver Klink nun vorgelegt hat. So konnte er ein erneutes Wachstum der Bilanzsumme verkünden – von 281 Millionen Euro auf über 5,5 Milliarden Euro. Dabei gehe es um „echtes Kundengeschäft“, betont Klink. Die Forderungen an Kunden sind im vergangenen Jahr um 6,1 Prozent auf 4,2 Millionen Euro gestiegen.

Negativ hat sich allerdings die Hessenkasse ausgewirkt. Indem das Land einigen Kommunen bei deren kurzfristigen Kassenkrediten unter die Arme gegriffen hat, ging der Taunussparkasse 37 Millionen Euro Geschäftsvolumen verloren.

Auch der Gewinn ist leicht gesunken. Immerhin konnte die Taunussparkasse beim Ergebnis vor Steuern noch 39,1 Millionen Euro ausweisen. Gut zwei Millionen Euro davon hat das Institut als Zuschüsse an Vereine und gemeinnützige Organisationen ausgeschüttet.

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