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Ein Zeichen setzen in unsicheren Zeiten

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Taspa-Chef Oliver Klink (2. v. li.) zeichnete mit den Landräten Bürger und Initiativen aus dem Hoch- und Main-Taunus aus. Privat
Taspa-Chef Oliver Klink (2. v. li.) zeichnete mit den Landräten Bürger und Initiativen aus dem Hoch- und Main-Taunus aus. Privat © Privat

Taunussparkasse zeichnet fünf Menschen und Initiativen mit dem Bürgerpreis 2022 aus

Hochtaunus/main-taunus - Zum 17. Mal hat die Taunussparkasse gestern ehrenamtlich engagierte Menschen aus dem Hoch- und Main-Taunus-Kreis mit dem „Bürgerpreis“ ausgezeichnet. An der Feierstunde im Bad Homburger Sparkassen-Campus hatten auch der Verwaltungsratsvorsitzende, Main-Taunus-Landrat Michael Cyriax und sein Stellvertreter aus dem Hochtaunuskreis, Landrat Ulrich Krebs (beide CDU) teilgenommen. Taspa-Vorstand Oliver Klink sagte, auch nach 17 Jahren sei das Format noch zeitgemäß, und wer aus Sparsamkeit dem Ehrenamt nicht das gebe, was es verdiene, nämlich Ehre, der spare am falschen Ende. Solche Auszeichnungen seien auch geeignet, an die Gesellschaft das Signal auszusenden, dass sich bürgerschaftliches Engagement lohne. Jeder Geehrte erhielt 600 Euro und einen Pokal. „Eine Statistik sagt, dass Ehrenamtler länger leben; Verantwortung tragen, hält wohl fit“, sagte Klink. Sorge, es könnten potenzielle Preisträger ausgehen, treiben Klink nicht um. In beiden Kreisen gebe es noch viele Menschen, ohne die in den Kommunen nichts ginge. In den Kategorien „Engagierte Unternehmer“, „Alltagshelden“ und „Lebenswerk“ gab es neun Preisträger - fünf aus dem Hoch- und vier aus dem Main-Taunus-Kreis.

Cyriax sagte, Ehrenamt sei in Zeiten, in denen viele Menschen wegen der weltpolitischen Lage besorgt oder ängstlich seien, auch ein positives Signal und Beleg dafür, dass die Gesellschaft zusammenstehe. „Angst vor apokalyptischen Horrorszenarien bringt uns nicht weiter“, sagte Cyriax. Ähnlich äußerte sich Krebs: „Besonders in diesen Zeiten ist pragmatische Hilfe für Menschen in Not wichtiger denn je.“ Der „Bürgerpreis“ sei ein Zeichen der Wertschätzung für beispielhaftes Handeln.

Als „Alltagshelden“ wurde der Kreisverband des Deutschen Kinderschutzbundes ausgezeichnet. Im Fokus der Arbeit stünden stets Kindeswohl, Toleranz, respektvoller Umgang und praktische Hilfe. Der Verband stehe für eine wertebasierte, demokratische Gesellschaft und leiste unbürokratisch Überbrückungshilfen für Familien in Not. Auch in der Hilfe für ukrainische Flüchtlingsfamilien habe sich der Verband engagiert, sagte Krebs.

Ausgezeichnet wurde auch Rolf Kohlrausch aus Bad Homburg. Als Präsident der Chopin-Gesellschaft hatte er am Tag des russischen Überfalls auf die Ukraine bei einem Konzert eine Spendenbox aufgestellt, um Flüchtlinge zu unterstützen. Kohlrausch sagte, für das nächste Konzert werde die Gesellschaft Freikarten für Ukraine-Flüchtlinge bereithalten. Aus Bad Homburg kommt auch Frank Dittrich, der sich, so Krebs, in besonderer Weise um den Bund der Vertriebenen und den Bund der Sudetendeutschen Landsmannschaft verdient gemacht habe. Der von Dittrich organisierte „Tag der Heimat“ sei Ausdruck gelebter Erinnerungskultur im doppelten Wortsinn - werde damit doch die Erinnerung an die alte Heimat wachgehalten und die Kultur vor dem Vergessen bewahrt. Jutta Kaiser, ebenfalls Bad Homburg, wurde für ihr Engagement im Team KulturLeben Hochtaunus geehrt. Kaiser und ihre Mitstreiter organisieren (Rest-)Karten für kulturelle Veranstaltungen und verteilen diese an Bedürftige, die sich den Besuch sonst nicht leisten könnten. So geht Teilhabe.

Aus Usingen kommt Joachim Saltenberger. 30 Jahre lang stand er an der Spitze der UTSG. Sein Engagement für den Sportplatz und seine Nebenanlagen, einschließlich des Klubhauses kenne keine Grenzen, lobte Krebs. Ferner habe Saltenberger große Verdienste um die Usinger Fastnacht und die Laurentiuskerb erworben.

Aus dem Main-Taunus wurde der Gründer und Direktor der Metropolitan School für sein Engagement in der Ukraine-Hilfe geehrt, in der Kategorie „Alltagshelden“ die Taunuskrimi-Autorin Sabrina Reulecke, Gardy und Bernhard Löpke, Gründer des Projekts „Schmetterling“, das Frauen mit gynäkologischen Krebserkrankungen hilft, sowie Damian Russek aus Kelkheim für sein Wirken bei der Feuerwehr, der Kolpingfamilie, dem AKK-Elferrat, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Pfarrei St. Franziskus.

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