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Hochtaunus

Ein Zeichen für den Klimaschutz

  • VonAlexander Schneider
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An den Schulen im Hochtaunuskreis soll ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben werden. Der Klimaschutzpreis solle ein Impuls werden, sich noch intensiver mit dem Thema zu befassen.

Auf Antrag der Koalition im Kreistag des Hochtaunuskreises wird es einen Wettbewerb der Ideen zum Schutz des Klimas geben – in den Grundschulen, den Mittel- und den Oberstufen der Schulen im Kreis. Das wurde in der jüngsten Sitzung beschlossen mit den Stimmen von CDU, SPD, FW und Grünen, gegen die der AfD.

Eine Klimajury unter Mitarbeit des Kreisschülerrats und von Umweltorganisationen des Kreises soll die Ergebnisse den drei Schulformen entsprechend evaluieren, prämieren und öffentlich präsentieren.

Das Thema sei sicher nicht neu, zumal es bereits 1986 im Kreis einen ersten Ansatz in Form eines Naturschutzpreises gegeben habe, sagte Bernhard Schneider (SPD). Dennoch müsse der Klimaschutz noch tiefer in das Bewusstsein aller eindringen, die Bewegung „Fridays for Future“ trage dazu entscheidend bei. Klimaschutz sei kein Thema mehr, mit dem sich nur Spezialisten befassten. Am besten sollte es bereits in der Grundschule behandelt werden. Im Kreis gebe es vielversprechende Ansätze. „Der Klimaschutzpreis kann ein Impuls werden, sich noch intensiver mit dem Thema zu befassen“, sagte Schneider.

Mit Widerstand gegen die Initiative hatte die neue Koalition aus CDU, SPD und Freien Wählern nicht gerechnet. Es gab auch keinen, jedenfalls nicht von FDP und Grünen. FDP-Sprecher Askan Iredi sagte, der Antrag sei grundsätzlich zu begrüßen und in den Schulen gut aufgehoben, brauche aber noch Tiefgang. So gehe es nicht allein um Klima-, sondern auch um Artenschutz.

Mit im Boot waren auch die Grünen. Deren Sprecher Carsten Filges sagte jedoch, er müsse Wasser in den Wein schütten. Dass der Kreis durchaus und, anders als Koalitionsredner Schneider dies erklärt habe, sogar sehr viel für den Klimaschutz bewegen könne, sei für die Grünen Fakt, jeder Einzelne müsse sich dafür aber auch in die Pflicht nehmen lassen. Der Kreis habe die Möglichkeit, Zeichen zu setzen. Das fange natürlich schon bei den Schülern an, deren Kreativität es zu nutzen gelte.

Etwas anders sieht die AfD das Thema Klimaschutz. Sicher seien verstärkte Anstrengungen zur Rettung des Klimas nötig, nur dürften diese nicht in die Schulen getragen werden. „Lasst die Kinder Kinder sein“, sagte Ileana Vogel. Schule müsse ideologiefrei und ein geschützter Lernort bleiben. Kinder zu Klimaaktivisten machen zu wollen, sei weder alters- noch entwicklungsgerecht.

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