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Im Baugebiet Bieber-Nord wurden 2020 die meisten Kaufverträge für Immobilien abgeschlossen.
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Im Baugebiet Bieber-Nord wurden 2020 die meisten Kaufverträge für Immobilien abgeschlossen.

Immobilienpreise

Eigenheimgrundstücke in Offenbach um ein Viertel teurer

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Vor allem Eigenheimgrundstücke sind in Offenbach im Vorjahr sehr viel teurer geworden. Der neueste Immobilienmarktbericht nennt Zahlen.

In Offenbach sind im vorigen Jahr weniger Wohnungen, Häuser und Grundstücke gekauft worden als 2019. Das geht aus dem Immobilienmarktbericht hervor, den der Gutachterausschuss für Immobilienwerte am Dienstag vorlegte. Notare haben der unabhängigen Institution 1068 Transaktionen gemeldet; das sind 148 Verträge weniger als vor zwei Jahren. Wenig überraschend: Wer im Vorjahr ein Haus, eine Eigentumswohnung oder ein Eigenheimgrundstück erwarb, musste tiefer in die Tasche greifen.

Offenbach: 725 Euro pro Quadratmeter fürs Eigenheimgrundstück

Wer ein Areal suchte, um ein Eigenheim zu bauen, zahlte im Durchschnitt 725 Euro pro Quadratmeter – und damit 23 Prozent mehr als 2019. Die Preise für Grundstücke, die im Geschosswohnungsbau, also mehrgeschossig, bebaut werden sollten, sind dagegen um vier Prozentpunkte leicht gefallen und lagen bei 875 Euro pro Quadratmeter.

Das Interesse an Kleingärten hat im Corona-Jahr zwar zugenommen, die Preise für die Erholungs- und Freizeitgrundstücke sind aber auf 25 Euro pro Quadratmeter gesunken. Landwirtschaftliche Flächen kosteten unverändert 5 Euro pro Quadratmeter.

Freistehende Häuser, Reihen- und Doppelhäuser sind teurer geworden. Ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus mit 160 Quadratmetern Wohnfläche und 500 Quadratmetern Grundstücksfläche, Baujahr 2010, kostete beispielsweise 816 000 Euro. 2019 waren dafür noch knapp 770 000 Euro zu berappen. Neubaureihenhäuser ohne Keller schlugen mit durchschnittlich 3315 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Mehrfamilienhäuser wurden im Durchschnitt für 2564 Euro pro Quadratmeter verkauft.

Die Preise für Immobilien-Auskünfte

Bürger und Bürgerinnen haben in Offenbach mehrere Möglichkeiten, um an Preis- und Wertauskünfte zu kommen.

Bodenrichtwertauskünfte mündlicher Art sind beim Gutachterausschuss kostenlos erhältlich, schriftlich kosten sie 20 Euro.

Die Bodenrichtwertsübersichtskarte kostet 74 Euro, steht aber auch kostenfrei im Internet zur Verfügung.

Verkehrswertgutachten für Immobilien sind von 1000 Euro an aufwärts zu haben. Sie berechnen sich aus einem Grundbetrag und dem ermittelten Wert.

Auskünfte aus der Kaufpreissammlung kosten 120 Euro für bis zu zehn Vergleichsfälle. Jeder weitere Vergleichsfall kostet fünf Euro.

Die Vorstufe eines Gutachtens ist die automatisierte Wertberechnung für Standardimmobilien, etwa den klassischen Einfamilienhaustyp. Dafür werden 40 Euro berechnet. ann

Der Kaufpreis für Eigentumswohnungen stieg um durchschnittlich 13 Prozent, ist aber vom Baujahr abhängig. Zwischen 1950 und 1974 gebaute Eigentumswohnungen sind mit rund 2600 Euro pro Quadratmeter am preiswertesten. Für den Erstkauf einer 88 Quadratmeter großen neuen Eigentumswohnung mussten dagegen 4675 Euro pro Quadratmeter hingeblättert werden.

Nachfrage nach Wohnungseigentum brach in Offenbach ein

759,3 Millionen Euro wurden im Jahr 2020 in Offenbach bei Immobilientransaktionen umgesetzt, das sind laut Dennis Hartmann aus der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses 30,8 Millionen Euro oder vier Prozent weniger als im Rekordjahr 2019.

Die bebauten Grundstücke machen beim Geldumsatz den Löwenanteil aus. Gleichzeitig wurde noch nie so viel Fläche veräußert: 78,2 Hektar bedeuten eine Verdopplung gegenüber 2019. Der Grund für diesen Rekord liege im Kauf eines unbebauten Grundstücks auf dem Alessa-Areal, erklärte Cornelia Jockisch, Vorsitzende des Gutachterausschusses für Immobilienwerte in Offenbach. Am stärksten brach die Nachfrage nach Wohnungs- und Teileigentum ein: 15 Prozent weniger Verträge als im Jahr 2019. Teileigentum sind Flächen, die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden, also Büro- oder Praxisräume, Garagen oder Kellerräume.

Jeder zweite Immobilienkäufer kommt aus Offenbach

Trotzdem bleibt Wohnungseigentum laut Jokisch der wichtigste Markt in Offenbach. 64 Prozent aller Immobilienverträge wurden in den Kategorien Wohnungs- und Teileigentum abgeschlossen. Deutlich zugelegt hat der Erwerb von Erbbaurechten: 36 Käufer wählten im Vorjahr diese Vertragsart, 2019 waren es noch 23.

Fast die Hälfte aller Menschen, die 2020 in der Stadt Immobilien kauften, kommt übrigens aus Offenbach. Im Stadtteil Bieber wurden die meisten Verträge abgeschlossen, gefolgt von Zentrum und Bürgel. Kein Wunder: Das Neubaugebiet „Bieber-Nord“ nahm Gestalt an. Für die Neubaueigentumswohnungen im Hafengebiet gab es dagegen nur noch einen einzigen „Kauffall“, wie sich Hartmann ausdrückte, weil die Vermarktung abgeschlossen ist.

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