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Vorbereitungen für die Spargelsaison. (Symbolfoto)

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Ehrgeiziges Ziel

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Noch nie stand das Tor so weit offen für neue Wege in der Lebensmittelproduktion.

Aktuell werden in Hessen 15 Prozent der Felder ökologisch bewirtschaftet. Das ist ganz ordentlich, aber nicht allein das Verdienst grüner Politik von Ministerin Priska Hinz. Schon vor neun Jahren wuchs auf knapp zehn Prozent Bio, führte Hessen die Liste der Bundesländer beim Ökoanbau an. Seinerzeit drückten die Grünen noch die Oppositionsbank. Und für das Ressort Landwirtschaft war in Lucia Puttrich eine CDU-Frau verantwortlich. Nach neun Jahren und dem ersten Ökoaktionsplan aus dem Hause Hinz sind es gerade einmal fünf Prozentpunkte mehr. Da ist noch Luft nach oben.

Das Ziel der Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist ehrgeizig. Ein Viertel aller landwirtschaftlichen Flächen soll in fünf Jahren besonders nachhaltig bearbeitet werden. Es ist nur zu schaffen, wenn alle mitziehen: Politik, Erzeuger, Handel und Kunden.

Noch nie stand das Tor so weit offen für neue Wege in der Lebensmittelproduktion. Das liegt nicht alleine an den Protesten der Landwirte. Immer mehr Menschen wollen kein Obst oder Gemüse, das durch halb Europa kutschiert wird. Mögen kein Fleisch oder Ei von Tieren, die in ihrem ganzen Leben nie ein Fitzelchen Himmel sehen konnten. Sie wollen wissen, woher das kommt, was sie essen. Das zeigt der Boom der Erzeugermärkte oder der Erfolg der Upländer Molkerei mit ihrer leckeren Weidemilch.

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