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Schicke Schühchen wird es auch bei der Verleihung am 18. Oktober geben.

Würdigung

30. Hessischer Film-und Kinopreis: Ehrenpreis für Filmmuseum

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Am 18. Oktober wird der 30. Hessische Film-und Kinopreis gefeiert.

Regisseur Piotr Lewandowski klatscht freudig in die Hände, als er hört, dass sein Hauptdarsteller in dem Film „Jonathan“ für den Hessischen Fernsehpreis 2019 nominiert ist. Damit tritt der 27-jährige Jannis Niewöhner in der Kategorie „Bester Schauspieler“ gegen seinen 62-jährigen Kollegen Peter Kurth („Tatort - Der Angriff“) und den 63-jährigen Uwe Ochsenknecht („Labaule &Erben“) an. Ochsenknecht ist übrigens gebürtiger Hesse und in Biblis geboren. „Ich rufe gleich Jonathan an“, sagt Lewandowski bei der Pressekonferenz zum Hessischen Film-und Kinopreis am Freitag.

Neben ihm sitzt Jurymitglied Christel Schmidt vom Hessischen Rundfunk und hält ihn davon ab: „Das brauchst du nicht, er weiß es schon längst.“

Bereits zum 30. Mal wird der Film- und Kinopreis am 18. Oktober in der Frankfurter Alten Oper verliehen. Zum ersten Mal geht der Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) nicht an eine Schauspielgröße, sondern an eine Institution: das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum (DFF).

„Das DFF setzt die ihm zugeschriebene Aufgabe, Filmkultur lebendig zu halten und deren Stellenwert zu vermitteln, in herausragender Weise um“, lautet die Begründung. Der mit 7500 Euro dotierte Newcomer-Preis wird an die Schauspielerin und Filmemacherin Maryam Zaree gehen. Ihr Debütfilm „Born in Evin“ ist gleichzeitig in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ nominiert. Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn, die den Newcomer auswählen durfte, sagt: „Ihre Mutter war im Iran politisch verfolgt. Sie brachte Maryam 1983 im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran zur Welt. Mit ihrem Film gewährt sie Einblicke in persönliche Abgründe.“

In der Kategorie Beste Schauspielerin treten Emma Bading („Play“), Katharina Marie Schubert („Falscher Hase“) und Anna Schudt („Zwischen zwei Herzen“) gegeneinander an. Wer den „Sonderpreis des Fernsehpreises“ sowie die Kinokulturpreise erhält, wird erst während der Verleihung, die im Zeichen der starken Frauen steht, bekanntgegeben.

Moderieren werden Katty Salié aus der ZDF-Kultursendung „Aspekte“ und Mitri Sirin vom ZDF-Morgenmagazin.

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