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Lucia Christoph stellt im Foyer des Goldschmiedehaus aus. privat
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Lucia Christoph stellt im Foyer des Goldschmiedehaus aus. privat

Hanau

Effektvolle Kontraste

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Lucia Christoph zeigt aktuell im Hanauer Goldschmiedehaus unter dem Titel „The Unity of Opposites“ filigrane Arbeiten aus Silber, kombiniert mit dem zähen Metall, die sie 2020 im Rahmen des Celia-Holtzer-Stipendiums der Gesellschaft für Goldschmiedekunst gestaltet hat.

Obwohl Lucia Christoph in Hanau an der staatlichen Zeichenakademie das Handwerk der Gold- und Silberschmiedin erlernt hat, bevorzugt sie derzeit ein graues Metall, das zumeist in Industrieanlagen, Raketenmotoren oder als Supraleiter verwendet wird: Niob. Die gebürtige Fürtherin zeigt aktuell im Hanauer Goldschmiedehaus unter dem Titel „The Unity of Opposites“ filigrane Arbeiten aus Silber, kombiniert mit dem zähen Metall, die sie 2020 im Rahmen des Celia-Holtzer-Stipendiums der Gesellschaft für Goldschmiedekunst gestaltet hat. „Bobble Cage“ (englisch: Wackelkäfig) nennt Christoph ihre Projektarbeit, mit der sie das Stipendium gewann.

Es handelt sich um ein vierteiliges Schmuckset, das aus geometrischen Silberkonstruktionen mit einem Niob-Stück als Eyecatcher besteht. Die Broschen und Ohranhänger erinnern an eine blütenhafte Gestalt, in der - wie in einem Käfig – das Niob steckt, das mit seiner von Lila bis Mittelblau changierenden Farbe einen effektvollen Kontrast zum hellen Glanz des Silbers darstellt. Der Farbeffekt auf dem Niob entsteht durch Anodisieren. Bei diesem Verfahren entsteht durch Elektrolyse eine sehr dünne Oxidschicht. Die neue Oberfläche gibt dem Schwermetall eine optische Leichtigkeit analog zum Silber. Die beiden Elemente, Niob und Silber, seien zwar unterschiedlich, bildeten jedoch durch ihre spezielle Formgebung auch eine Einheit, erläutert die Künstlerin den Ausstellungstitel. Die Verarbeitung von Niob erschloss sich für Christoph durch ihren schottischen Berufskollegen James Brent Ward.

Lucia Christoph wurde 1992 in Fürth geboren. 2012 begann sie die Ausbildung in Hanau als Goldschmiedin. Ihre Gesellinnenzeit absolvierte sie in der Traussneck-Gold- und Platinschmiede in Erlangen. Einige Monate ihrer Ausbildung verbrachte sie in Finnland und in Peru. 2018 besuchte Christoph erneut die Zeichenakademie, um sie zwei Jahre später als staatlich geprüfte Designerin sowie als Gold- und Silberschmiedemeisterin zu verlassen. Die in Erlangen arbeitende Künstlerin kann zudem bereits verschiedene Auszeichnungen und Ausstellungen vorweisen.

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