Baunatal

Dürrehilfe hat aus Sicht der Bauern wenig gebracht

Die Dürrehilfe hat Hessens Landwirten laut dem Bauernverband kaum etwas gebracht. In der vorhandenen Form brauche man so ein Hilfsprogramm nicht mehr aufzulegen, sagte Verbandspräsident Karsten Schmal am Montag in Baunatal zum Auftakt der Landwirtschaftlichen

Die Dürrehilfe hat Hessens Landwirten laut dem Bauernverband kaum etwas gebracht. In der vorhandenen Form brauche man so ein Hilfsprogramm nicht mehr aufzulegen, sagte Verbandspräsident Karsten Schmal am Montag in Baunatal zum Auftakt der Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen: „Da müssen uns intelligentere Lösungen einfallen.“ Nur 260 von 16 000 Betrieben in Hessen hätten Anträge gestellt, um Geld aus dem Hilfsprogramm wegen der Ernteausfälle zu bekommen. Das Antragsverfahren sei zu bürokratisch. Viele Auswirkungen der Dürre träfen die Landwirte erst in diesem Jahr, zum Beispiel durch fehlendes Futter. Und wo bereits Geld geflossen sei, sei es oft nicht existenzsichernd.

Schmal forderte andere Methoden, um künftige Ernteausfälle durch das Wetter auszugleichen. Dazu zähle die Möglichkeit, sich gegen solche Schäden versichern zu lassen. „Das geht aber nur, wenn das Land bereit ist, eine Bürgschaft zu hinterlegen.“ Hessens Landwirte hatten 2018 nach eigenen Angaben die zweitschlechteste Getreideernte der vergangenen zehn Jahre eingefahren. Mit einer Gesamtmenge von knapp 1,8 Millionen Tonnen lag die Ernte um 14,4 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

In Baunatal bei Kassel treffen sich noch bis Mittwoch Landwirte, Verbände, Agrarwissenschaftler und Behördenvertreter. Auf dem Programm stehen Veranstaltungen zu Themen Holzmarkt und neue Pflanzenzüchtungen. Ende Januar findet die landwirtschaftliche Woche Südhessen in Gernsheim (Kreis Groß-Gerau) statt.

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