Frankfurt

Druck aus den Betrieben

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Berufsschüler haben immer öfter Tablets. Doch viele Schulen haben kein WLAN.

Fahrradmonteure werden hier geschult, Kraftfahrzeugmechaniker und Zweiradmechatroniker. Die Heinrich-von-Kleyer-Berufsschule in Frankfurt verfügt dazu über große Werkstätten, die mindestens ebenso wichtig sind wie die Klassenräume. Vor zehn Jahren wurden die Gebäude runderneuert und komplett neu ausgestattet.

„Das war ein Glücksfall für uns“, sagt Schulleiter Friedel Nolde. Seitdem verfügt jeder Berufsschüler über einen Computerarbeitsplatz, an den Wänden hängen Smartboards neben Kreidetafeln, alles wirkt sauber und aufgeräumt.

Doch zehn Jahre sind in der digitalen Welt eine lange Zeit. WLAN gibt es hier nicht; die Tablets, die die Auszubildenden immer häufiger aus ihren Betrieben in den Unterricht mitbringen, lassen sich nicht ans Internet anbinden. „Da muss es aber hingehen“, sagt Nolde. Vom Digitalpakt erwartet er einen Schub hin zur Flexibilisierung, so dass auch eigene oder betriebliche Geräte in den Unterricht eingebunden werden können. Für die Autowerkstätten erhält die Schule demnächst ein Elektrofahrzeug, das den ein wenig in die Jahre gekommenen Ausbildungsfuhrpark ergänzt. Pedelecs für die Fahrradmonteure wurden schon vor einiger Zeit angeschafft und aus dem Schulbudget bezahlt.

Damit steht die Kleyer-Schule vergleichsweise gut da. An der Frankfurter Gutenbergschule, wo Raumgestalter sowie Druck- und Medientechniker lernen, gab es bis vor kurzem überhaupt kein Internet. „Es sei denn, die Schüler haben ihre privaten Datenvolumen genutzt, um zu recherchieren“, sagt Schulleiterin Ilona Hartmann.

Jetzt ist die Gutenbergschule eine von 14 Modellschulen der Stadt Frankfurt. In der Aula, dem Konferenzraum und vielen Klassenräumen gibt es nun WLAN. „Es hat lange gedauert, aber jetzt ist es da und funktioniert“, berichtet Hartmann. Für die Mediengestalter gehören Tablets zur Standardausrüstung. Jetzt können sie die Geräte, die sie in ihren Ausbildungsbetrieben täglich benutzen, auch in der Schule anwenden. „Eigene Geräte brauchen wir eigentlich gar nicht, da die Schüler ohnehin immer das neueste haben“, sagt Hartmann.

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