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Zwischen Egelsbach und dem S-Bahnhof Darmstadt-Wixhausen ist der Radschnellweg schon seit Mitte 2019 ausgebaut.
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Zwischen Egelsbach und dem S-Bahnhof Darmstadt-Wixhausen ist der Radschnellweg schon seit Mitte 2019 ausgebaut.

Dreieich / Langen

Immer mehr Varianten für die Radschnellweg-Route

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Die künftige Trasse des Radschnellwegs bewegt in Dreieich die Gemüter. In Langen dagegen ist man schon einen Schritt weiter: Dort beginnen die Vorarbeiten für die Schnellverbindung.

In Dreieich werden immer mehr Streckenführungen für den Radschnellweg diskutiert, in Langen dagegen macht man schon Nägel mit Köpfen. Ab der kommenden Woche werden dort Sträucher geschnitten und teilweise Bäume gefällt, damit im späten Frühjahr der eigentliche Ausbau für die Trasse beginnen kann. In Dreieich dagegen werden vor dem Beginn der Bauarbeiten im Jahr 2022 mehrere Varianten geprüft und am Dienstag kam ein weiterer Vorschlag der Fraktion „Bürger für Dreieich“ dazu. Ende Februar dürfte die Prüfung abgeschlossen sein, sagt Manfred Ockel, Geschäftsführer der Regionalpark Rhein-Main GmbH, die die Radschnellverbindung baut.

Vier Vorschläge gibt es mittlerweile, wie der Radschnellweg im Abschnitt Dreieich geführt werden könnte. Im Februar 2018 hatten die Stadtverordneten für eine Innerortsroute durch den Stadtteil Sprendlingen gestimmt, die wegen ihres Zickzackkurses und der vielen Knotenpunkte auf Widerstand stieß. Der ADFC favorisiert diese heute schon touristisch ausgeschilderte Route immer noch, von den Gegnern wird sie dagegen kritisch als „Sprendlinger Beule“ betitelt.

Die zweite Variante ist eine Routenführung entlang der Bahnlinie – die sogenannte Sommerroute, die aktuell schon existiert, aber schlecht befestigt ist und im Winter nicht gepflegt wird. Ausgebaut wäre sie sinnvoll für Menschen, die an Dreieich vorbei nach Norden oder Süden radeln wollen, für „Alltagsradler“, die in Dreieich wohnen, wäre sie aber ein Umweg.

Radschnellweg

Der Radschnellweg soll bis zum Jahr 2023 durchgehend beleuchtet vom Holbeinsteg in Frankfurt über Neu-Isenburg, Dreieich, Langen, Egelsbach und Erzhausen nach Darmstadt führen. Die Kosten für die rund 30 Kilometer lange Strecke werden mit gut 12,4 Millionen Euro veranschlagt. Der Streckenabschnitt von Wixhausen (Landkreis Darmstadt-Dieburg) bis Egelsbach ist als Überlandstrecke seit Juni 2019 schon fertiggestellt. (ann)

In der Vorwoche haben die Dreieicher Grünen eine weitere Alternative ins Spiel gebracht: Eine Strecke, die durch den Stadtteil Buchschlag hindurchführt und weniger aufwendig zu realisieren ist als die Routenführung durch Sprendlingen. Diese „grüne“ Route sei auch sicherer und unkomplizierter, sagt Vorstandssprecher Roland Kreyscher. Die Dreieichbahn-Gleise würden dort heute schon ebenerdig mit Signalisierung gequert, bei der Sprendlinger Variante müsse dagegen am neuralgischen Punkt Eisenbahnstraße/Theodor-Heuss-Straße möglicherweise eine Unterführung gebaut werden.

Die Grünen haben ihren Vorschlag an Ockel gesandt, der diese Variante „in die Prüfung miteinbezogen hat“, wie er der FR versichert. Am 25. Februar wird er der Partei dazu auch im „Dreieicher Webtalk“ Rede und Antwort stehen.

Für die Fraktion „Bürger für Dreieich“ (BfD) ist die Alternative der Grünen nicht zielführend, da sie ebenfalls eine große Beule habe, „diesmal halt nach Westen gespiegelt“. Sie schlug deshalb am Dienstag ebenfalls eine Trasse durch Buchschlag vor, die aber vom Bussardweg aus „geradeaus führt“, sich zu weiten Teilen an der S-Bahn-Strecke orientiert und ab Bahnhof Buchschlag in die Sommerroute mündet.

Noch ist genügend Zeit für Überlegungen: Der Streckenausbau soll in Dreieich und Neu-Isenburg erst 2022 beginnen. In Langen dagegen führt eine Fachfirma nach einem speziell erstellten Baumgutachten ab der kommenden Woche bis zur Vegetationsruhe am 28. Februar schon Vorarbeiten entlang der Trasse durch. In Einzelfällen sind dabei auch Baumfällungen nötig, für die es aber einen naturschutzrechtlichen Ausgleich gibt.

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