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Der Elektrobus musste an der Steigung der Bieberer Unterführung abgeschleppt werden.
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Der Elektrobus musste an der Steigung der Bieberer Unterführung abgeschleppt werden.

Verkehr

Offenbach: Drei Elektrobusse bleiben an Steigung hängen

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Drei Elektrobusse der Linie 104 kamen beim Anfahren in einer Unterführung in Offenbach den Berg nicht hoch. Das Problem seit jetzt aber gelöst, so die Verkehrsbetriebe.

Schon zum dritten Mal ist am Montagabend ein Elektrobus in einer Unterführung im Offenbacher Stadtteil Bieber liegen geblieben und musste abgeschleppt werden. Alle drei E-Busse der Linie 104 kamen in den vergangenen Wochen beim Anfahren die Steigung nicht hoch. Vermutungen, die Elektromotoren seien „zu schwach auf der Brust“, konnten die Offenbacher Verkehrsbetriebe (OVB) in einer Stellungnahme aber entkräften. Der Elektromotor verfüge über ein starkes Drehmoment.

Techniker der OVB prüften gemeinsam mit dem Hersteller Solaris vor Ort, warum es zu den Ausfällen der drei E-Busse kam. „Der Prozess, der zum Liegenbleiben an der Unterführung in Bieber führte, konnte inzwischen technisch geklärt werden“, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Das Problem sollte somit in Zukunft nicht mehr auftauchen.

Das Problem schildern die Verkehrsbetriebe folgendermaßen: Die sogenannte Haltestellenbremse - ein wichtiger Sicherheitsmechanismus, der üblicherweise das Anfahren bei noch geöffneten Türen verhindert - sei angesprungen, um an der Steigung der Unterführung ein Zurückrollen des Busses zu verhindern. Es war deshalb zu klären, wie dieser Mechanismus zum Anfahren an Stellen mit starker Steigung eingesetzt werden kann. Gemeinsam mit einem Techniker des Herstellers Solaris habe man nun eine Lösung gefunden, die einerseits den Einsatz des Sicherheitsmechanismus ermöglicht und andererseits das Anfahren nicht verhindert.  

Offenbach: Havarie der Elektrobusse

Kosten seien der Stadt nicht entstanden. Die drei Havarien ereigneten sich nämlich innerhalb der 30-tägigen Inbetriebnahmephase, in der für Überprüfung und Nachbesserung keinerlei Zahlungen anfallen. Auch bei Dieselbussen sei es in der Inbetriebnahmephase schon zu Problemen gekommen, bei denen der Hersteller nachbessern musste – etwa beim Wasserverlust in der Kühlung oder bei Problemen mit dem Gaspedal.

E-Busse seien – genau wie Dieselbusse – Nutzfahrzeuge, die nicht wie Autos in Serie, sondern in Einzel- beziehungsweise Chargenfertigung gebaut würden, weil sich die Anforderungen der jeweiligen Verkehrsbetriebe unterschieden. Technisches Equipment wie der Busdrucker könne erst vor Ort eingebaut werden.

21 E-Busse sind schon in Offenbach unterwegs

Normalerweise erfolge eine Vorabnahme jedes einzelnen Fahrzeugs bereits im Werk. Aufgrund der Corona-Pandemie sei das aber nicht möglich gewesen und die Vorabnahme finde nun für jeden E-Bus auf dem Betriebshof der OVB statt. Jedes neue Fahrzeug werde dort einer technischen Prüfung unterzogen. Anschließend beginne die 30-tägige Inbetriebnahmephase der Fahrzeuge im Linienverkehr. Erst wenn diese beendet sei, erfolge die finale Abnahme.

Die liegen gebliebenen Fahrzeuge sind Teil einer Flotte von 24 E-Bussen, die die Stadt Offenbach seit Mitte Dezember 2020 nach und nach in Betrieb nimmt. Aktuell sind bereits 21 E-Busse unterwegs, die schon eine Strecke von rund 250 000 Kilometern zurückgelegt haben. Mit Ausnahme der drei Vorfälle hätten sie sich gut im Linienverkehr bewährt, so die OVB. Bis Ende 2021 sollen 36 Stadtbusse elektrisch betrieben sein - gut 40 Prozent der Fahrzeugflotte.

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