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Rhein-Main

Drei Ateliers auf drei Schulhöfen

Die Frankfurter Crespo Foundation erweitert Projekt um ein weiteres fliegendes Künstlerzimmer

Ein Kunstatelier mitten auf dem Schulhof: Für zwei Schulen im Rhein-Main-Gebiet ist das Wirklichkeit, und es sollen mehr werden. Die gemeinnützige Frankfurter Stiftung Crespo Foundation gab am Mittwoch bekannt, dass das Projekt im Schuljahr 2021/2022 um ein weiteres Künstleratelier aufgestockt werden soll. Somit leben und arbeiten ab Sommer drei Künstler:innen auf drei Schulhöfen in Hessen. Sie tanzen auf den umliegenden Wiesen, basteln Accessoires oder bauen das Atelier in ein Raumschiff um. Die Standorte der Ateliers wechseln alle zwölf Monate. Als nächste sind die Einhardschule Seligenstadt, die Lüdertalschule Großenlüder und die Schule im Emsbachtal in Niederbrechen an der Reihe.

Die Zimmer für Künstlerinnen und Künstler sind 80 Quadratmeter groß. Ein Bett, ein Tisch, eine Küche und ein Badezimmer finden im vorderen Teil des Holzhauses Platz. Der Rest wird für künstlerische Projekte verwendet. Lisa Haucke kämpft noch mit der Internetverbindung. „Momentan finden die Begegnungen mit den Schüler:innen meistens online statt“, sagt die Tänzerin, die an der Limesschule in Idstein untergebracht ist. Am gestrigen Mittwoch habe sie endlich wieder vor Ort ein Treffen veranstalten können.

An der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule im südhessischen Ober-Ramstadt hat das Projekt Schulleiter Dirk Karl Pilgram so gut gefallen, dass das Zimmer ein weiteres Jahr stehenbleibt. Projekte, wie eine Raumschiffstation oder ein Hexenlabyrinth im Atelier zu bauen, finden momentan nicht statt. „Ich kann gerade nicht so viel anbieten wie normalerweise“ bedauert Janina Warnk. Doch die Performerin ist überzeugt, den besten Job der Welt zu haben.

Die Künstler:innen werden von der Crespo Foundation mit einem monatlichen Stipendium von 2000 Euro gefördert. Die Stiftung wiederum erhält Unterstützung von Kultus- und Wissenschaftsministerium des Landes.

„Das Projekt hinterlässt Spuren“, sagt Kultusministerin Angela Dorn (Grüne), „ein fliegendes Künstlerzimmer für jeden ist ein Wunsch von mir.“ Auch die Crespo Foundation erhofft sich bald noch mehr fliegende Künstler:innenzimmer, wie Christiane Riedel, die Vorsitzende der Stiftung, betont: „Eine fliegende Flotte wäre natürlich das Beste.“

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