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Die Wasserspiele im Waldspielpark Tannenwald wurden im Sommer 2018 nach umfangreicher Sanierung wiedereröffnet.
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Die Wasserspiele im Waldspielpark Tannenwald wurden im Sommer 2018 nach umfangreicher Sanierung wiedereröffnet.

Neu-Isenburg

Diskussion um Pacht für Waldspielpark

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Die Grünen sehen mehr Perspektiven für den Waldspielplatz im Tannenwald, wenn die Stadt Neu-Isenburg das Gelände von der Stadt Frankfurt pachtet. Die Pacht wäre aber teuer.

Sind denn die Wasserspiele an? Eine Frage, die sich in Neu-Isenburger Facebook-Gruppen in diesem Sommer gebetsmühlenartig wiederholte. Kein Wunder – ist doch der Waldspielpark Tannenwald mit seinen Wasserspielen ein äußerst beliebter Treffpunkt für Isenburger Eltern und Kinder. Der Spielpark grenzt an die Friedensallee am Stadtrand von Neu-Isenburg, gehört aber der Stadt Frankfurt, denn er liegt auf Frankfurter Gemarkung. Die Neu-Isenburger Grünen sehen es als sinnvoll an, dass die Stadt Neu-Isenburg den Spielplatz pachtet. „Dann ist man der alleinige Bestimmer“, erklärt Grünen-Chefin Maria Sator-Marx.

Der Wunsch der Grünen kommt nicht von ungefähr: Im Waldspielpark Tannenwald gibt es weder einen Getränke- noch einen Essensverkauf und die Minigolfanlage liegt schon seit Jahren brach. „Früher konnte man dort Getränke, Eis und warme Würstchen kaufen“, sagt Sator-Marx. Der Verkauf sei „eingeschlafen“, als die alten Wasserspiele wegen Sicherheitsmängeln hätten gesperrt werden müssen – 2014. Es dauerte lange, bis die Anlage für insgesamt 1,3 Millionen Euro mitsamt neuen Toiletten saniert wurde: Erst im Juli 2018 spritzten die Fontänen wieder.

„Eine Bewirtschaftung war im Waldspielpark nie vorgesehen“, antwortet der Magistrat auf die Anfrage der Grünen. Die Stadt Frankfurt habe 2019 den Versuch unternommen, dort einen Foodtruck zu etablieren und habe auch potenzielle Betreiber gefunden. Letztendlich sei es aber daran gescheitert, dass die Frankfurter einem vom Betreiber gewünschten Alkoholausschank nicht zugestimmt hätten.

150.000 Euro Betriebskosten 

150 000 Euro Betriebskosten hat die Stadt Frankfurt im Vorjahr für den Waldspielpark gestemmt. „Das Gleiche würde für andere Beteiligungsmodelle oder Pachtverhältnisse gelten“, nahm der Magistrat zum Grünen-Vorschlag Stellung. Aktuell beteilige sich Neu-Isenburg nur mit 15 000 Euro jährlich an der Unterhaltung und dem Betrieb der Wasserspiele, so Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos). Zudem bezahle man die dortigen Parkwächter; bis zu 15 000 Euro jährlich werden für das Personal verausgabt. In diesem Jahr trug die Stadt auch die Kosten für eine Pumptrackanlage im Tannenwald, die schon aufgebaut und nach dem Lockdown für alle Skater-, Inliner-, BMX- und Scooter-Fans kostenlos nutzbar ist. Rund 46 000 Euro wurden investiert.

Viele Neu-Isenburger sähen auch die Minigolfanlage gerne wiedereröffnet, weiß Sator-Marx. Frankfurt habe aber schon 2015 einen Wiederbetrieb als unwirtschaftlich eingeschätzt, heißt es im Magistratsbericht, da die Personalkosten in keinem Verhältnis zur prognostizierten Auslastung stünden. Im Oktober 2019 schätzte der Dienstleistungsbetrieb (DLB) die Wiederherstellungskosten auf fast 89 000 Euro.

„Neu-Isenburg kann durchaus noch eine große Spielfläche brauchen“, lässt Sator-Marx nicht locker. Sie sieht es als „ideal“ an, wenn mit der Stadt Frankfurt ein erweiterter Pachtvertrag geschlossen werden könnte.

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