Landespolitik

Digitale Ideen für Hessen gesucht

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Neues Landesprogramm fördert innovative Projekte mit insgesamt 40 Millionen Euro. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Hessen will kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützen. Außerdem sollen junge Unternehmen, die neue digitale Innovationen aufbauen, gefördert werden, sagte Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus am Freitag bei der Vorstellung des neuen Programms. Das sei bundesweit „einzigartig“, mit einem Volumen von rund 40 Millionen Euro das größte im Bereich der Digitalisierung in der Geschichte Hessens.

Projektanfragen und Skizzen können ab sofort eingereicht werden. Unter dem Titel „Distr@l: Digitalisierung stärken – Transfer leben“ verbergen sich den Angaben zufolge insgesamt vier Förderlinien. Dadurch sollen möglichst viele Adressaten erreicht werden. Das Programm beschleunige auch den Wissens- und Technologietransfer von den Hochschulen in die Unternehmen und stärke den Gründungsgedanken an Hochschulen, sagte Sinemus. Die Projektergebnisse würden evaluiert, um sicherzustellen, dass die Förderung nachhaltig wirke. „Damit leisten wir einen signifikanten Beitrag für die Herausforderungen im Bereich neuer digitaler Technologien und Innovationen sowie in der digitalen Transformation.“

Nach der Vorstellung der Ministerin soll das Programm dazu beitragen, innovative Pilotprojekte möglichst unbürokratisch auf den Weg zu bringen. „Wir haben ein zielgruppenorientiertes Förderangebot geschaffen, das ausschließlich auf die Förderung der Digitalisierung in Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft ausgerichtet ist.“

Superlative verwendete die Ministerin nicht nur bezüglich der 40 Millionen Euro. Im Vergleich zu Ländern mit ähnlichen Fachprogrammen nehme Hessen eine Spitzenposition ein. „Die Entwicklung neuer digitaler Anwendungen – insbesondere auf Grundlage von Ergebnissen aus der Forschung – wird im Rahmen von Distr@l zu einem neuen Qualitätsstandard führen.“

Die Auswahl der Bewerbungen soll durch unabhängige Gremien erfolgen. Die Qualitätskriterien würden „transparent und nachvollziehbar“ sein, sagte die Ministerin. Ein erstes Treffen sei für Anfang kommenden Jahres geplant, der Auswahlprozess werde kontinuierlich weitergehen. Die Laufzeit des Förderprogramms endet im Jahr 2024. Es sei Bestandteil der von der Landesregierung bereitgestellten „Digitalmilliarde“.

Informationenzu Distr@l: Digitalisierung stärken – Transfer leben“ unter https://digitales.hessen.de; Projektanfragen und Projektskizzen können ab sofort eingereicht werden: Telefon 06 11 / 32 11 22 22 E-Mail: distral-hessen@digitales.hessen.de

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