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Viele gedachten am Grab von Sedat Gürbüz am Jahrestag der Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau. Foto: Annette Schlegl
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Viele gedachten am Grab von Sedat Gürbüz am Jahrestag der Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau.

Dietzenbach

Dietzenbach: Gedenkstätte statt Ehrengrab für Hanau-Opfer

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Der Magistrat der Stadt Dietzenbach hat entschieden, dem Opfer des Attentats von Hanau eine andere Ehrung zukommen zu lassen als der Ausländerbeirat vorgeschlagen hatte.

Am Grab von Sedat Gürbüz, eines der Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau, soll in seiner Heimatstadt Dietzenbach eine Gedenkstätte errichtet werden. Das hat der Magistrat der Stadt Dietzenbach entschieden – und handelt damit anders, als der Ausländerbeirat in seinem Antrag an die Stadtverordnetenversammlung Ende Oktober vergangenen Jahres formuliert hatte. Dort war von einem Ehrengrab die Rede.

Die Stadtverordneten hatten dem Magistrat die Entscheidung übertragen, ob die Grabstätte von Sedat Gürbüz in ein Ehrengrab oder eine Gedenkstätte umgewandelt wird. „Das hat er nach Beratung und in Abwägung im Vergleich zu vielen Friedhofssatzungen umliegender Städte auch getan und beschlossen“, heißt es in einer Stellungnahme des Magistrats.

In Hanau wurden die Grabstätten der Attentats-Opfer umgehend als Ehrengräber gewidmet. Dietzenbach dagegen tut sich schwer mit dem Begriff. Der Magistrat verweist auf die allgemein gültige Definition von Ehrengräbern, die sich in vielen deutschen Friedhofsatzungen finde. Ehrengrabstätten seien Ausdruck „der Ehrung Verstorbener, die zu Lebzeiten hervorragende Leistungen mit engem Bezug zur jeweiligen Stadt erbracht oder sich durch ihr überragendes Lebenswerk um die Stadt verdient gemacht haben“.

Das Grab von Sedat Gürbüz sei sowohl als Gedenkstätte als auch als Ehrengrab ein Langzeitgrab, für das die Stadt die Kosten übernehme. Die Dauer des Grabes und die Finanzierung sei für beide Begriffe gleich, es gebe in Deutschland auch „keine differenzierte Wertung“. Keiner der beiden Begriffe sei somit als „höherwertiger“ anzusehen.

Die Eltern von Sedat Gürbüz wollten sich vor der Bürgermeister-Stichwahl am Sonntag nicht zu dem Thema äußern.

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