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Der Weg nach Arles: Dieses Gemälde van Goghs entstand im Jahr 1888.

Ausstellungen in Hessen

Auf diese Ausstellungen kann sich Hessen 2019 freuen

Eine barocke Liebe in Kassel, Jugendstil in Wiesbaden, Neues Wohnen in Frankfurt: In Hessens Museen kann man auch im kommenden Jahr durch die Jahrhunderte reisen und dabei die Gegenwart neu entdecken.

Im Schatten der Frankfurter van Gogh-Ausstellung gibt es 2019 in hessischen Museen viele weitere spannende Ausstellungen zu entdecken. Zur Einstimmung haben wir ein paar Highlights herausgesucht.

In FRANKFURT wird vermutlich die van Gogh-Ausstellung im Städel die meisten Besucher anlocken. Unter den vielen Ausstellungen der Museums-Metropole ragen 2019 auch drei Projekte heraus, die sich anlässlich des Bauhaus-Jubiläums mit dem Frankfurter Stadtplaner Ernst May beschäftigen. Sein „Neues Frankfurt“ revolutionierte das Wohnen in den 20er und 30er Jahren, die Ideen wirken bis heute fort. Das Museum Angewandte Kunst zeigt „Moderne am Main“ (19. Januar bis 14. April), das Deutsche Architekturmuseum „Neuer Mensch, neue Wohnung“ (23. März bis 18. August). Das Historische Museum fragt in seiner Reihe „Stadtlabor unterwegs“: „Wie wohnen die Leute?“ Die Ergebnisse werden von 16. Mai bis 15. September in einer Ausstellung gezeigt.

2017 hat das Museum WIESBADEN eine spektakuläre Schenkung bekommen: Der Mäzen Ferdinand Wolfgang Neess überließ dem Haus 570 Kunstwerke des Jugendstils und des Symbolismus. Vom 29. Juni 2019 an wird diese bedeutende europäische Privatsammlung als Dauerausstellung präsentiert. Neess habe die Werke in mehr als 40 Jahren gesammelt, teilte das Museum mit. Der Wert wurde mit mehr als 41 Millionen Euro beziffert. Es ist die größte Schenkung in der Geschichte des Landesmuseums. Sie umfasst unter anderem 80 Gemälde, rund 100 Möbelstücke sowie viele Vasen und Lampen.

In NORDHESSEN gilt die Ausstellung „Kassel... verliebt in Saskia. Liebe und Ehe im Goldenen Zeitalter“ als ein Höhepunkt des kommenden Ausstellungsjahres. Sie ist im Schloss Wilhelmshöhe vom 12. April bis 11. August zu sehen. Der Künstler Rembrandt heiratete im Jahr 1634 Saskia Uylenburgh, die große Liebe seines Lebens. „Eindrucksvolle Gemälde, kostbare Hochzeitsgeschenke, liebevolle Erinnerungsstücke und historische Dokumente zeigen das Leben des berühmten Paares und zeichnen zugleich ein Panorama von Liebe, Hochzeit und Ehe im 17. Jahrhundert“, sagte eine Sprecherin der Museumslandschaft Kassel.

FULDA feiert 2019 ein Jubiläum: 1275 Jahre Klostergründung. Im städtischen Vonderau-Museum wird aus diesem Anlass die Ausstellung „Fulda handelt - Fulda prägt“ gezeigt (12. März bis 4. August). Sie verfolgt unter anderem die wirtschaftliche Entwicklung im Wandel der Zeit von der handwerklichen Fertigung bis hin zur industriellen Produktion heute.

Das Goldschmiedehaus HANAU zeigt von 27. Januar bis 14. April die Schau „Die Metallästheten. Reformer und ihre Entwürfe aus Messing vom Jugendstil bis zur Neuen Sachlichkeit“. Zu sehen sind Arbeiten von Peter Behrens oder Henry van de Veld, die den Farbton dieses Materials schätzen. Die Ausstellung ist auch ein Beitrag zum Jubiläum des Bauhauses, das vor 100 Jahren gegründet wurde.

Das DARMSTÄDTER Landesmuseum zeigt ein „Who is Who“ des deutschen und österreichischen Schmuckdesigns. Unter dem Titel „Alltagstauglich! Schmuck von Jugendstil bis Art déco“ wird vom 10. Mai bis 11. August erstmals die Privatsammlung von Astrid Ratz-Coradazzi mit rund 350 Stücken der Öffentlichkeit gezeigt. Es geht um den modischen Alltagsschmuck in den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Die Sammlerin gab schon im Alter von sieben Jahren ihr Taschengeld für ein erstes Jugendstilschmuckstück aus und beschäftigt sich bis heute systematisch mit dem Schmuckdesign dieser Zeit.

Nach langer Sanierungsphase ist im zurückliegenden Herbst das Kunstmuseum der Universität MARBURG wiedereröffnet worden. Noch gibt es keine festen Termine für neue Ausstellungen, bis Ende Februar 2019 können aber Kunstfreunde die vollständige Sammlung der Unternehmerin Hilde Eitel mit Avantgardekunst vor allem der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts besichtigen. Auf dem Programm für das kommende Jahr steht zudem die Eröffnung der Graphischen Sammlung der Uni. (dpa)

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