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Die Concorde in Startposition ist begehbar.

Technik

Museen zeigen Technik-Highlights

  • vonKathrin Becker
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Zwei Überschallflugzeuge - die Concorde und die Tupolew - sind in den beiden Museen zu sehen.

Ein lauter Knall wie ein Donnerschlag oder eine Explosion. So hörte sich das an, wenn das Überschallflugzeug Concorde die Schallmauer durchbrach. Wer das noch nie erlebt hat, findet dazu zahlreiche Videos im Internet. Fans können die einstige „Königin der Lüfte“ aber auch im Technik-Museum Sinsheim besichtigen.

Das russische Pendant der Concorde ist das Überschallflugzeug Tupolew Tu-144. Beide stehen dort auf dem Museumsdach. Sie sind die einzigen Überschallflugzeuge, die jemals im Linienverkehr eingesetzt wurden. „Und wir sind das einzige Museum weltweit, in dem die beiden Flugzeuge nebeneinander besichtigt werden können und begehbar sind“, sagt Pressesprecherin Simone Linger der FR.

Die Geschwindigkeit von Überschallflugzeugen überschreitet die von Schallwellen - daher der Name. So schaffte es die Concorde in etwa drei Stunden von London nach New York. Allerdings erwies sich die Technik als wenig wirtschaftlich, weshalb die Fluggesellschaften British Airways und Air France die Concorde 2003 aufgaben. Die Tupolev wurde aus wirtschaftlichen Gründen schon früher aus dem Verkehr gezogen. In Sinsheim sind die Maschinen in Startposition aufgestellt.

Museen

Die Technikmuseen Sinsheim und Speyer haben täglich von 9 bis 18 Uhr und am Wochenende bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 17 Euro für Erwachsene und 13 Euro für Kinder bis 14 Jahre. Kinder bis 4 Jahre sind frei. Eine Vorbestellung ist nicht nötig.

Auf 50 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche des Museums führen aber auch zahlreiche weitere spannende Exponate durch die Geschichte der Technik. Angefangen bei nostalgischen Oldtimern und Motorrädern, Lokomotiven und sportlichen Rennwagen - bis hin zu kuriosen Fahrzeugen wie dem „Blue Flame“: Das schnellste raketengetriebene Landfahrzeug aller Zeiten, das eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 1014 Stundenkilometern schaffte.

Im Technik-Museum Speyer liegen die Schwerpunkte vor allem auf der Marine und der Raumfahrt. Hauptattraktionen sind die U9, ein 466 Tonnen schweres U-Boot der Bundesmarine, eine Boeing 747 und der Raumgleiter Buran, das russische Gegenstück zum Space-Shuttle.

Aufgrund der vielen Außenbereiche muss in den meisten Bereichen trotz Corona kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Die Museumsrestaurants bieten auf großen Freiluft-Terrasse ausreichend Platz zum Ausruhen. Beide Museen locken mit modernsten IMAX-Kinos, auf denen auf riesigen Leinwänden Filme in höchster Auflösung gezeigt werden. Auch dort finden müde Beine Ruhe.

Nicht nur Technik-Fans kommen in den Museen auf ihre Kosten. Durch die kindgerechte Gestaltung dürfen sich auch die Kleinsten einmal fühlen wie ein Rennfahrer, ein Astronaut oder Pilot.

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