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Die hessische Linkspartei bekommt eine neue Führung: Petra Heimer will beim Parteitag in Gießen die langjährige Parteichefin Heidemarie Scheuch-Paschkewitz ablösen (Symbolbild).

Parteitag der Linken in Hessen

Linke wählt neue Vorsitzende

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Petra Heimer will Chefin der Linken in Hessen werden. Die Partei sieht sich als „entschiedenste Gegnerin“ der AfD.

Die hessische Linkspartei bekommt eine neue Führung. Die 56-jährige Erzieherin und Diplom-Psychologin Petra Heimer aus Niedernhausen soll am Wochenende beim Parteitag in Gießen die langjährige Parteichefin Heidemarie Scheuch-Paschkewitz ablösen, die nach neun Jahren im Parteivorsitz nicht wieder kandidiert.

Heimer ist die einzige Bewerberin für den Posten. Sie war bisher eine von zwei stellvertretenden Parteichefs.

Petra Heimer soll die hessische Linke gemeinsam mit dem Marburger Jan Schalauske anführen. Der 37-jährige Politikwissenschaftler steht seit 2014 zusammen mit Scheuch-Paschkewitz an der Parteispitze. Schalauske gehört dem Landtag seit 2017 an. Scheuch-Paschkewitz zieht 2019 in den neu gewählten Landtag ein. Gleich fünf Bewerbungen gibt es beim Parteitag am Samstag und Sonntag für die beiden Posten der stellvertretenden Vorsitzenden.

Als Gastredner kommt der Bundesvorsitzende Bernd Riexinger nach Gießen. Dort zieht die Linke eine Bilanz der hessischen Landtagswahl, bei der sie 6,3 Prozent der Stimmen holte; vor fünf Jahren hatte die Partei mit 5,2 Prozent nur knapp die 5-Prozent-Punkte übersprungen. Damit ist die hessische Landespartei die einzige in einem westdeutschen Flächenland, die es seit ihrer Gründung immer in den Landtag geschafft hat.

Der Landesvorstand sieht in dem Wahlergebnis einen „großen Erfolg für die hessische Linke“. Man habe „trotz niedrigerer Wahlbeteiligung 20 000 Stimmen dazugewinnen“ können. Das bestätige „die wachsende Akzeptanz und Verankerung“, heißt es in dem Leitantrag für den Parteitag. Zugleich räumt die Parteispitze ein: „Angesichts der über Jahre hinweg höheren Umfragewerte für Die Linke gab es Hoffnung auf ein noch besseres Ergebnis.“

Mit neun Abgeordneten will die Linke „die soziale Opposition gegen die sich anbahnende Neuauflage von Schwarz-Grün in Wiesbaden sein“. Die AfD, die als „neue Rechtsaußenfraktion“ bezeichnet wird, werde „in uns ihre entschiedenste Gegnerin finden“.

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