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Menschen aus Osteuropa berichten über unmenschliche Arbeitsbedingungen auf Baustellen im Lehrhöfer Park, Hanau.

Arbeitsmigration

"Generalunternehmer müssen haften"

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Nach einem FR-Bericht fordert die Linke mehr Schutz für Arbeitsmigranten.

Die Situation von Arbeitsmigranten in Hessen muss dringend verbessert werden. Dieser Ansicht ist die Fraktion der Linken im Landtag. Sie fordert CDU und Grüne auf, das Thema in mögliche Koalitionsverhandlungen aufzunehmen.

„Arbeitsmigranten werden in einem Geflecht von Subunternehmern und Mittelsmännern angeworben und dann häufig um ihren verdienten Lohn gebracht“, beklagt Gabi Faulhaber. Viele seien auf Spenden angewiesen, damit sie überleben oder in ihre Heimatländer zurückkehren könnten.

Die Linke reagiert damit auf einen Bericht der Frankfurter Rundschau vom Montag. Darin berichteten Arbeiter aus Bulgarien, wie es ihnen auf einer Baustelle in Hanau ergangen war. Sie hätten seit Wochen keinen Lohn mehr erhalten, hätten sich Geld leihen müssen, um sich Essen und Getränke kaufen zu können. 

Konkret fordert die Linke, Generalunternehmer in Haftung zu nehmen, wenn Subunternehmer ihren Pflichten gegenüber ihren Arbeitnehmern nicht nachkämen oder gegen Tarifverträge und Gesetze verstießen. Außerdem müsse es mehr Kontrollen und empfindliche Strafen geben. Auch müssten flächendeckend Beratungsstellen für die Betroffenen geschaffen werden. Diese seien momentan allein auf die Beratungsstelle „Faire Mobilität“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) angewiesen.

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