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Rhein-Main-Chefin Claudia Nenninger geht in den vorzeitigen Ruhestand.
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Rhein-Main-Chefin Claudia Nenninger geht in den vorzeitigen Ruhestand.

IN EIGENER SACHE

Die Frankfurter Rundschau verabschiedet ihre Rhein-Main-Chefin

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Claudia Nenninger geht in den Ruhestand.

Sie ist eine geduldige Zuhörerin. Verfügt über journalistischen Instinkt, scharfen Verstand. In ihrer Wahlheimat Rhein-Main kennt sie sich bestens aus. Sie scheut nicht die Konfrontation, weil sie jeden Tag das Beste aus der Redaktion für den Leser und die Leserin herausholen will. Und sie geht wohl auch in die Geschichte der Frankfurter Rundschau ein als eine der großzügigsten Spenderinnen von Naschwerk.

Jetzt beginnen magere Zeiten. Unsere Rhein-Main-Chefin Claudia Nenninger hat sich in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet. Fort ist sie. Hat an ihrem letzten Tag noch den Fotografendienstplan für Mai erstellt, eine Kollegin im Redaktionssystem nachgeschult, noch viel mehr telefoniert als üblich. Es gab Gesprächsbedarf nach der coronabedingt per Video in Homeoffices übertragenen Abschiedsfeier. Claudia sagte uns, wie privilegiert wir sind, dass wir in unserem Beruf „für die gute Sache“ kämpfen dürfen. Das habe sie sehr geschätzt. Und dass sie die Zeitung nach den turbulenten Jahren auf einem zukunftssicheren Weg sieht. Da sprach sie schon von „ihr“, nicht mehr von „wir“. Am Abend packte sie ihre Geschenke und die Wasserflasche in den Rucksack, verstaute die beiden Blumensträuße wie auch immer auf dem Fahrrad und strampelte nach Hause nach Bornheim.

Zur FR kam die gebürtige Pfälzerin Ende der 80er Jahre, übernahm schon bald die Berichterstattung für den Hintertaunus. Sie leitete die Lokalredaktionen in Bad Homburg und Wiesbaden, landete nach den vielen Umbrüchen der Zeitung auf dem Posten der Rhein-Main-Chefin. Eine Kollegin hebt ihren „Pragmatismus mit bewundernswert uneitlem Wohlwollen“ hervor, für andere war die passionierte Schwimmerin die „Verbindungsfrau für die Region“. Claudia holte das Team von journalistischen Höhenflügen wieder auf den Teppich, schulte den Nachwuchs, lieferte Ideen, organisierte Geburtstagsblumen samt Glückwunschkarte zum Unterschreiben. Sie sorgte dafür, dass der Auftakt der Spargelsaison jedes Jahr angemessen im Blatt gewürdigt wurde. Selbst beim größten Tohuwabohu im Großraumbüro behielt sie die Ruhe und ihren Humor. „Eine heimliche Zen-Lehrerin“, sagt Chefredakteur Thomas Kaspar.

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