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Das Bistum Limburg kommt nicht aus den Negativ-Schlagzeilen. 

Bistum Limburg

Diakon wegen Kinderpornos verurteilt

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Der persönliche Referent und Büroleiter von Bischof Georg Bätzing muss sich 150 Tage unentgeltlich im sozialen oder karitativen Bereich engagieren.

Weil er auf seinem Dienst-PC große Mengen kinderpornographischer Aufnahmen gespeichert hatte, hat das Bistum Limburg einen Mitarbeiter dazu verurteilt, sich 150 Tage unentgeltlich im sozialen oder karitativen Bereich zu engagieren.

Außerdem darf er fünf Jahre lang nicht mehr als Diakon arbeiten und keine Aufgaben übernehmen, die mit diesem geistlichen Amt verbunden sind, also beispielsweise Segnungen oder die Verkündigung des Evangeliums. Auch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wurde ihm untersagt.

Der Fall hatte im Februar 2017 großes Aufsehen erregt. Unbestätigten Meldungen zufolge soll es sich bei dem damals 55-Jährigen um den persönlichen Referenten und Büroleiter von Bischof Georg Bätzing gehandelt haben. Bätzing war gerade erst als Nachfolger von Franz-Peer Tebartz-van Elst zum Limburger Bischof geweiht worden. Zudem war die katholische Kirche von zahlreichen Missbrauchsfällen erschüttert.

Das Bistum hatte den Mitarbeiter im Februar 2017 vom Dienst freigestellt. Das staatliche Ermittlungsverfahren wurde im Mai 2018 mit dem Erlass eines Strafbefehls und der Zahlung von 12 000 Euro beendet. Der Diakon bleibt Mitarbeiter des Bistums. Er soll nach Angaben eines Sprechers künftig eine Aufgabe in der Verwaltung des Bischöflichen Ordinariats übernehmen. Zuvor soll er die Ausbildung der Diakone im Priesterseminar geleitet haben. Die Angaben zur Person hatte das Bistum unter Verweis auf die Persönlichkeitsrechte des Mannes nicht bestätigt.

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