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Der Wolf ist wohl zurück im Taunus

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Bei Usingen wurden zwei Schafe getötet

hochtaunus - Es scheint, dass der Wolf schneller als vermutet den Hochtaunus erreicht hat. Heike Peschko, Besitzerin der Hessenmühle unweit der Quarzitwerke an der B 455 bei Usingen, fand auf jeden Fall am Wochenende zwei Schafe ihrer kleinen Gruppe vor - eines völlig ausgeweidet und tot, das andere schwer verletzt.

Usingens Förster Karl-Matthias Groß erhielt sofort Nachricht inklusive Bild. „So wie ich die Lage beurteilen kann, würde ich zustimmen, dass die Verletzungen von einem Wolf stammen“, formulierte Groß vorsichtig. Und er gab Peschko den Tipp, sich an Hessens Wolfsberater zu wenden, was diese auch tat. Am gestrigen Montag nahm der Mann dann Proben vom toten Tier, um genetische Spuren vergleichen zu können.

Dass ein Wolf in Butzbach gesichtet wurde, ist indes bestätigt. Noch nicht verifiziert ist dagegen ein Vorfall in Maibach, nur wenige Kilometer von Usingen entfernt, bei dem zwei Rehe gerissen wurden. „Wir haben auch gehört, dass es zwei Sichtungen mittels Wildkameras geben soll, aber das ist bisher nur Hörensagen“, erklärte Peschko. Ihre kleine Schafherde zeigt sich völlig aufgelöst. „Ich komme gar nicht mehr an sie ran“, sagte Peschko. Zudem dürften die Tiere bei ihr frei laufen, es gebe keinen Zaun. „Und selbst ein kleiner Zaun oder diese Netze bringen ja gegen einen Wolf nichts. Mal sehen, wie sich das die nächsten Tage darstellt.“

Bisher nachgewiesen wurden Wölfe in Hessen in den Kreisen Hersfeld-Rotenburg, Fulda, Schwalm-Eder, Rheingau-Taunus und Werra-Meißner. Alleine in Hessen gab es bis zu diesem Monat 87 nachgewiesene Sichtungen von Wölfen, wobei natürlich ein Tier auch mehrmals gemeldet werde. Wer einen Wolf sieht, eventuell sogar ein Foto gemacht hat, kann sich beim Wolfszentrum Hessen unter www.hlnug.de melden und eine Sichtung eintragen. Auf der Seite findet man auch Verhaltenstipps, falls man einem Wolf begegnen sollte. bur

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