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Der Jahrmarktzauber ist da

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Farbenfroh: Am Freitagabend entfalten die Bad Vilbeler Sommertage auf dem Festgelände beste Jahrmarktatmosphäre. mag © Niklas Mag

Lichter von Fahrgeschäften blitzen, der typische Jahrmarkt-Geruch weht den Gästen schon aus der Entfernung entgegen. Die Fahrgeschäfte sind am Freitagabend auf dem Bad Vilbeler Festplatz ausgelastet, die Gastronomie ist voll. Und auch am Samstag ist das Gelände gut besucht. Angenehm kühl und klimatisiert ist der Management-Container von Thomas Juszcak und Jens Gonera.

Die beiden Marktmeister vollziehen am späten Samstagnachmittag ihren Schichtwechsel. Die Wände hängen voll mit Telefonnummern, Lageplänen und anderen Dokumenten. "Der Betreiber des Testzentrums hat uns den Container zur Verfügung gestellt", erzählt Jens Gonera. "Das klappt gut, wir können hier gut arbeiten."

Dann wartet schon wieder Arbeit auf den Marktmeister. Eine Frau klopft an und möchte erfahren, ob der Krammarkt in diesem Jahr noch an anderer Stelle zu finden ist. "Nein, das ist nur diese eine Straße", erläutert Gonera. "Bei den Sommertagen ist der etwas kleiner als beim Vilbeler Markt."

Einem Schausteller vermitteln die beiden die Adresse des nächsten Baumarkts, da er einige Ersatzteile für seinen Betrieb braucht. "Das sind so die kleinen Sachen, um die wir uns zwischendurch immer kümmern. Gestern hatte zum Beispiel ein Mädchen ihre Freundinnen verloren. Auch da haben wir geholfen", erzählt Juszcak.

WIEDER MIT PAUSE

Wie es Tradition beim Vilbeler Markt ist, finden auch die Sommertage zunächst bis Dienstag, 23. August, statt, bevor sie dann eine zweitägige Pause einlegen. Von Freitag, 26. August, an bis zum Sonntag, 28. August, können Besucher noch einmal beim bunten Treiben dabei sein. nma

Die beiden Männer sind mit dem Verlauf der ersten Markttage zufrieden. "Es war gut besucht und die Schausteller sind alle glücklich, hier zu sein. Unsere Koordination hat super funktioniert, auch wenn es natürlich am Anfang immer noch ein paar Stellschrauben gibt, an denen man drehen muss." Größere Zwischenfälle habe es keine gegeben, lediglich in der Nacht zum Samstag habe die Ordnungspolizei wegen alkoholbedingter Streitigkeiten kurz eingreifen müssen. "Wir freuen uns einfach total auf die Besucher in der nächsten Woche, denn je mehr, desto besser. Das natürlich auch für die Schausteller." Ungefähr alle 30 Minuten gehen Juszcak und Gonera ihre Runde, um unvermittelt aufgetretene organisatorische Probleme zu lösen oder bei den Schaustellern nach dem Befinden zu fragen.

Das wissen beispielsweise Monika und Markus Eiserloh sehr zu schätzen. "Wir kommen schon seit vielen Jahren regelmäßig zum Vilbeler Markt oder zu den Sommertagen nach Bad Vilbel", erzählt Monika Eiserloh, die mit ihrer Familie direkt am Eingang des Marktgeländes Zuckerwatte, gebrannte Mandeln und Popcorn anbietet. "Und ich meine das absolut ehrlich: Bad Vilbel ist unser Lieblingsevent", fügt sie hinzu. Die Zusammenarbeit mit der Stadt und letztlich den Marktmeistern sei immer völlig unproblematisch und freundschaftlich. Das habe man an anderen Orten schon gegenteiliger erlebt. Die Eiserlohs sind mit dem Start in die Sommerwoche zufrieden: "Es war sogar besser als erwartet, denn man merkt total, dass die Leute richtig Lust haben."

Es seien alle sehr angenehm überrascht. Und: Ein großer Unterschied zum Vilbeler Markt sei kaum zu spüren, hat sie festgestellt. "Der Rahmen ist ja etwas kleiner, aber es ist doch ziemlich ähnlich."

Sie und ihr Familienunternehmen freuen sich auf die Marktwoche und für eine Weile in Bad Vilbel zu sein: "Wir gehen zu den Burgfestspielen, das ist mittlerweile eine kleine Tradition, ich liebe aber auch die Restaurants und generell die Atmosphäre in der Stadt."

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