Rustikales Ambiente im „Entennest“.
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Rustikales Ambiente im „Entennest“.

Interview

„Der Fokus lag schon immer auf der Küche“

  • Sophie Vorgrimler
    vonSophie Vorgrimler
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Hotelinhaberin Britta Schubert spricht über Tourismus am Vogelsberg, den Corona-Lockdown - und ausgezeichnetes Essen.

Frau Schubert, Sie und Ihr Mann Stefan betreiben in Lauterbach das „Romantik-Hotel Schubert“. Wo findet man den romantischen Charme?

Eigentlich sind die Romantik-Hotels eine internationale Kooperation von Hotels, zu der wir gehören. Alle bringen Tradition und geschichtsträchtige Gebäude mit und erfüllen einen gewissen Qualitätsstandard. Aber das passt auch ganz gut zu Lauterbach, eine kleine, ruhige Stadt mit vielen alten Fachwerkhäusern und kleinen Gässchen. Auch ein bisschen Barock ist mit drin. Ein gepflegter, liebevoller Ort.

Der Ort liegt außerdem an der deutschen Märchenstraße.

Ja, deshalb gibt es bei uns auch das Dornröschen-Wochenende – das ist eine Übernachtung in unserem Rosenzimmer mit Märchenmenü. Das wäre auch eine buchbare Option für die Gewinner der Verlosung.

Der Blick auf Ihre Webseite verrät sofort, dass man den „gewissen Qualitätsstandard“ bei Ihnen findet, besonders bei den Speisen.

Unser Hotel hat zwar keinen Wellnessbereich, dafür aber eine ausgezeichnete Küche. Davon dürfen die Gewinnerin oder der Gewinner der Verlosung in Form eines Fünf-Gänge-Menüs auch kosten. Mein Mann und sein Küchenteam wurden mit dem Bib Gourmand ausgezeichnet. Wir haben zwar keinen Michelin-Stern, sind aber immer dort genannt worden. Der Restaurantführer Gusto, auch ein Aushängeschild, testet uns jedes Jahr.

Verlosung

Heute verlosen wir eine Übernachtung für zwei Personen im „Romantik-Hotel Schubert“ in Lauterbach. Inklusive ist das Frühstücksbüffet und ein Gourmetmenü in fünf Gängen, dazu ein prickelnder Gruß. Der Gewinn kann auch für eines der Themenzimmer (Zen, Rosen, Toskana) gebucht werden. Mehr Infos unter www.hotel-schubert.de.

Wenn Sie an der Verlosung teilnehmen möchten, rufen Sie bis zum 14. August um 14 Uhr bei unserer Gewinn-Hotline 01378 / 800 831* an, und nennen Sie das Stichwort „Romantik“. Damit wir Sie im Gewinnfall benachrichtigen können, hinterlassen Sie bitte Ihren Namen, Ihre Anschrift und Telefonnummer.

*Der Anruf kostet 50 Cent aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk teurer. Anbieter Telemedien Interactive GmbH, Datenschutz unter: datenschutz.tmia.de

Die Gewinner werden per Zufall ermittelt und telefonisch benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, eine Barauszahlung der Gewinne findet nicht statt. Mitarbeiter der Frankfurter Societäts-Medien GmbH sind von der Teilnahme ausgeschlossen. fr

Mit Lebensmitteln hat auch alles angefangen.

Genau. Die Großmutter meines Mannes entstammt der Metzgerei Stöhr, die 1905 gegründet wurde. Seit 1965 ist es ein Gästehaus, damals mit elf Zimmern. Heute hat es 36, das haben meine Schwiegereltern gemacht. Der Fokus lag schon immer auf der Küche – auch das passt zu der Idee der Romantik-Hotels. Sie wurden mit der Philosophie gegründet, dass Gäste gut essen und trinken, aber danach kein Auto mehr fahren wollen – oder sollten. Wir haben auch eine große Weinkarte.

Was macht die Speisen auszeichnenswert?

Die Speisekarte ist eher klassisch, aber mein Mann hat die Gerichte aufgelockert und modernisiert. Zu den Salaten gibt es ein spezielles Cidre-Dressing. Das Rindercarpaccio machen wir mit Gemüsevinaigrette, Parmesan und Sauerrahm. Außerdem sind unsere Besonderheit hochwertige Zutaten und absolute Frische.

Wie zeigen sich diese?

Wir sind ein kleines, eingespieltes Team. Wenn es bei uns ein Wiener Schnitzel vom Kalb gibt – unser meistverkauftes Gericht – wird das Fleisch nicht vorgeklopft, sondern erst kurz bevor es gebraten wird zugeschnitten. Das hat eine Qualität, die man schmeckt. Auch den Fisch bekommen wir frisch geliefert. Meeresfrüchte in dieser Frische sind im Landesinneren kein Standard. Seezunge, Hummer, Steinbutt und Austern stehen zwar nicht immer auf der Karte, das soll schon etwas Besonderes bleiben, können aber immer vorbestellt werden.

Was gibt es denn bei einem Fünf-Gänge-Menü?

Bei unseren Gourmetmenüs gibt es eine kalte Vorspeise, eine Suppe, danach eine warme Vorspeise. Im Hauptgang meist Fleisch, dann ein Dessert. Bei sechs Gängen gibt es noch einen Käsegang dazwischen. Hauptsächlich betreiben wir aber ein À-la-Carte-Restaurant mit einer täglich wechselnden Karte.

Gibt es ein ganz typisches regionales Gericht auf Ihrer Speisekarte?

Wir haben viele regionale Spezialitäten. Eine sind die „Lauterbacher Beutelches“, das sind Klöße aus Kartoffeln und Fleisch mit Zwiebelsoße. Traditionell wurden sie in einem Leinenbeutel gegart.

Welche Erfahrung haben Sie mit Restaurant und Gastgewerbe während der Corona-Krise gemacht?

Wir hatten zwei Monate komplett zu. Der Vogelsberg ist keine Region, in der man ein, zwei Wochen Urlaub macht. Die meisten Gäste bleiben drei oder vier Tage für einen Kurztrip, das ist wegen Corona erst mal extrem eingebrochen. Aber seither merken wir die gestiegene Nachfrage nach regionalem Reisen. Und auch in der Gastronomie haben wir zum Glück seit der Wiedereröffnung im Mai wieder alle Hände voll zu tun.

Wofür lohnt es sich, in den Vogelsberg zu reisen?

Der Vogelsberg ist das größte erloschene Vulkanmassiv Europas. Man hat zwar nicht diese klassischen Vulkanspitzen wie in der Eifel, aber man erkennt es an dem vielen Basalt und Schiefer, der hier verarbeitet wurde. In Schotten beschäftigt sich auch das Vulkaneum damit. Der Hoherodskopf ist ein Familienerlebnisberg mit Sommerrodelbahn und Ausblick bis auf die Skyline von Frankfurt am Main. Der Bilstein ist zwar eine weniger bekannte Erhebung, deren Erkundung sich aber sehr lohnt. In Schlitz gibt es eine Brennerei, die auch regionalen Whiskey herstellt. Außerdem sind Fulda und Bad Hersfeld nicht weit entfernt – beides sind schöne Orte.

Interview: Sophie Vorgrimler

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