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Masken

Gut gebrüllt

Das Stückchen Stoff...

  • Pitt v. Bebenburg
    vonPitt v. Bebenburg
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Ist die Maske eine Vermummung? Und kann Vermummung Maske sein? Die Kolumne aus dem hessischen Landtag.

Es gehört sich, in Corona-Zeiten Maske zu tragen, wenn man sich mit anderen versammelt. Jedenfalls in Hessen.

Ein Rat an Maskenverweigerer: Zieht doch ins thüringische Hildburghausen, wo erstaunlich viele Menschen lieber andere anstecken als Masken zu tragen. Offenbar der richtige Ort für Leute, denen ihre Gesundheit lieb ist, aber nicht die der anderen.

Ansonsten gilt: Bleibt in Hessen und tragt Maske, wenn ihr zusammenkommt. Es ist und bleibt allerdings ein umstrittenes Stückchen Stoff. Es darf nicht zu klein sein, denn es muss Mund und Nase bedecken.

Aber kann die Maske auch zu groß sein? Was, wenn das ganze Gesicht bedeckt wird? Das ist vielleicht ein guter Infektionsschutz, kann aber trotzdem verboten sein. Jedenfalls wenn es ums Demonstrieren geht. Davon war in dieser Woche im Innenausschuss des Landtags die Rede.

Lässt sich überhaupt unterscheiden, wo der vorgeschriebene Mund-Nasen-Schutz endet und die verbotene Vermummung beginnt? Innenminister Peter Beuth (CDU) zeigte sich sicher. „Ich glaube, da kann man sich nicht vertun“, stellte er fest. Bei der Polizei nimmt man das nicht ganz so leicht. „Das ist sicher nicht ganz einfach“, urteilte der Inspekteur der hessischen Polizei, Hans Knapp.

Im Falle eines schwarzen Blocks, wie er vor 14 Tagen in Frankfurt gegen eine „Querdenker“-Demo vorgehen wollte und von der Polizei mit Schlagstöcken und Wasserwerfer gestoppt wurde, hätten jedoch keine Zweifel bestanden. Die Anarchos hätten definitiv nicht nur Mund-Nasen-Bedeckung getragen, sondern den Schal hoch- und die Mütze ins Gesicht gezogen, dazu eine Sonnenbrille aufgesetzt, alles in Schwarz. „In Extremfällen sehen Sie von diesen Personen keinen Zentimeter Haut“, schilderte Polizist Knapp. Klare Sache also.

Der Linken-Abgeordnete Hermann Schaus hatte die Frage aufgeworfen und dafür höhnische Kommentare aus der CDU geerntet. Wollte er im Ernst nahelegen, die Vermummung des schwarzen Blocks sei doch nur ein Mund-Nasen-Schutz gewesen? Selbst die Frankfurter Polizei, die robust einzusteigen weiß, würde wohl kaum Hermann Schaus mit dem Wasserwerfer traktieren, weil er zum blauen Anzug noch eine FFP-2-Maske trägt.

Ans Maskentragen in den Sitzungen haben sich die Abgeordneten gewöhnt. Dabei bewegen sich die meisten ohnehin auf sicherem Terrain. Die Johanniter stehen vor Sitzungen für Schnelltests zur Verfügung. Die Helferinnen und Helfer tragen bei ihrer Arbeit Schutzanzüge und Masken. Es käme allerdings keiner auf die Idee, sie als Vermummte aus dem Verkehr zu ziehen.

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