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„Das Funkeln gehört zum Advent“

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Nicht mehr lange, dann wird wieder die Weihnachtsbeleuchtung aufgehängt. Die Girlanden werden trotz der Energiekrise auch in diesem Jahr montiert - die Birnchen sind LEDs. priedemuth
Nicht mehr lange, dann wird wieder die Weihnachtsbeleuchtung aufgehängt. Die Girlanden werden trotz der Energiekrise auch in diesem Jahr montiert - die Birnchen sind LEDs. priedemuth © Priedemuth, Jens

Weihnachtsbeleuchtung bleibt, aber 60 Bäume werden eingespart

BAD HOMBURG - Die Advents- und Weihnachtszeit soll nicht dunkler werden als in den vergangenen Jahren. Die Weihnachtsbeleuchtung soll laut Rathaussprecher Marc Kolbe sein wie immer. „Wir haben ja bereits LED-Birnen, daher sind die Girlanden keine großen Energiefresser.“

Weil die Stadt ohnehin Geld sparen muss, wird sie dieses Jahr 60 Weihnachtsbäume weniger aufstellen - und deren Beleuchtungen. 80 000 Euro haben die Stadt die Weihnachtsbäume pro Jahr gekostet - jetzt ist es nur noch die Hälfte. Übrig bleiben laut Kolbe zehn bis 15 Weihnachtsbäume: der große am Kurhaus etwa. Jeder Stadtteil soll zudem einen Baum bekommen. „Weihnachten ist ein Fest für das Herz, für die Seele - das Funkeln gehört doch dazu.“ Und nicht zuletzt sei eine gewisse Beleuchtung auch aus Sicherheitsgründen wichtig. Baumlos bleiben dagegen die städtischen Einrichtungen. Bisher hatte jede Kita, jedes Feuerwehrhaus einen eigenen leuchtenden Baum.

Kühle Kirche, Theater etwas wärmer

Die illuminierte Silhouette der beiden Innenstadtkirchen und des Weißen Turms bleibt bis auf Weiteres nur eine Erinnerung. Im Kurpark sind zudem die Beleuchtung der Kuppel des Kaiser-Wilhelms-Bads und der Denkmäler und die Laternen an den Wegen gedimmt. Ob es für die Kirchen rund um Weihnachten Ausnahmen geben soll, darin sind die Gremien von St.Marien und Erlöserkirche zunächst noch uneins. Während die Protestanten für die Weihnachtsgottesdienste und die großen Konzerte das Gotteshaus gern illuminieren würden, sagt der katholische Pfarrer Werner Meuer: „Wir wollen keine Ausnahme machen.“

Die Katholiken können sich schon mal auf kalte Gottesdienste einstellen: Während in der Erlöserkirche an kalten Tagen in die Unterkirche ausgewichen werden kann, die auf 19 Grad geheizt wird, geht das in St. Marien nicht. Die Kirche werde nun „höchstens 15 Grad“ warm, kündigt der Pfarrer an - zu niedrig dürfe die Temperatur aber auch nicht sein, sonst könnten die Kunstwerke Schaden nehmen.

Das Heizen großer Räume ist auch bei der Vielzahl der Veranstaltungen ein Thema. Werden die Mieten teurer? Die gute Nachricht, auch für Karnevalsvereine: Die Saalnutzung in den Bürgerhäusern bleibt unverändert: „Die Gebührenordnung steht“, so Kolbe.

Im Kurhaus bleibt die Miete ebenfalls erst einmal stabil. „Für die meisten Veranstaltungen wurden die Verträge ja schon vor einem Dreivierteljahr geschlossen“, gibt Kurdirektor Holger Reuter zu bedenken. An die sei man gebunden. Was die Zukunft betrifft, so müsse man wohl „über andere Konditionen nachdenken“, sagt der Kurdirektor. Auch im Schloss sollen die Mieten erst mal so bleiben, wie sie sind. In St. Marien werde man künftig um eine Erhöhung wohl nicht herumkommen; eigene Gruppen sollen nichts zahlen.

Viel Energie lässt sich im Kurhaus auch in Gängen und im Foyer einsparen. Kurdirektor Reuter: „Dort sind die Menschen ohnehin mit Jacken und Mänteln unterwegs.“ Zwei oder drei Grad kühler wird es dort künftig sein, je nach Außentemperatur. Anders im Kurtheater: Vor Vorstellungen müssen Besucher ihre Garderobe abgeben. Man werde schauen, wie viel Grad für eine entspannte Vorstellung nötig sind, und eventuell nachsteuern. Mehr als 20 Grad sollen es im Theater aber schon sein.

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