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Unverzäunt: Das Areal vor der Kunsthalle soll sich in die Stadtlandschaft integrieren.

Darmstadt

Darmstädter Portikus ohne Zaun

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Der Platz vor der Kunsthalle Darmstadt wird für 260.000 Euro saniert. Langfristig soll auch das gegenüberliegende Areal vor dem Gewerkschaftshaus neu gestaltet werden.

Das Gelände der Kunsthalle am Darmstädter Steubenplatz wirkt nun nicht mehr wie eine abgeschottete Trutzburg. Arbeiter haben am Dienstagvormittag die Zaunanlage, die den Vorplatz hermetisch abriegelte, demontiert. Auch die drei Zäune am Portikus wurden entfernt. Die Demontage der Metallgitter markiert zugleich den Auftakt für die Sanierung des Vorplatzes der Kunsthalle. Langfristig ist nach Angaben des Architekten Hans-Henning Heinz, der auch Vorstandsmitglied des Kunstvereins ist, geplant, den früheren Standort des „Rheintors“ auch auf der anderen Straßenseite vor dem Gewerkschaftshaus neu gestalten.

Die Gestaltung der in den 1980er Jahren errichteten Einfriedung um den nach historischem Vorbild rekonstruierten Portikus verstand sich „als Zitat des ehemaligen westlichen Stadttores, welches 1819 von Stadtbaumeister Georg Miller erbaut worden war“, so Heinz.

Nach den Worten von León Krempel, dem Direktor der Kunsthalle Darmstadt, wird die Sanierung des Vorplatzes 260 000 Euro kosten. Die Stadt stellt einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 150 000 Euro zur Verfügung.

Im Zeitraum zwischen Januar und März 2017 hatte die Stadt Darmstadt ein wettbewerbliches Verfahren zur Neugestaltung des Vorplatzes der Kunsthalle und der angrenzenden öffentlichen Flächen durchgeführt. Den ersten Preis erhielt das Büro „Mann Landschaftsarchitektur“ aus Fulda. Die Pläne sehen vor, den Vorplatz der Kunsthalle zur Rheinstraße hin zu öffnen. Mittels gestalterischer Elemente wie Bodenbeläge und Baumpflanzungen soll das Zusammenspiel mit den Flächen vor dem Gewerkschaftshaus auf der gegenüberliegenden Seite der Rheinstraße gestärkt werden.

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