1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Zwei Seelen in einem Bild

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Die Walldorfer Malerin Petra Vogt stellt bis zum 14. August im Mörfelder Kunstfenster aus.

Man muss die Seele eines Menschen auf dem Bild einfangen und die eigene mit auf das Bild bringen, dann ist es perfekt.“ Dieser Maxime folgt die Malerin Petra Vogt. Eine Auswahl ihrer Bilder zeigt sie bis 14. August im Mörfelder Kunstfenster.

Die Walldorfer Künstlerin malt und zeichnet leidenschaftlich gern Menschen und Tiere, aber auch Landschaften, Stillleben und Blumen. Sie liebt es, ihre Motive auf möglichst große Leinwände zu bannen. Als Vorlage dienen ihr meist Fotografien. Dabei überträgt sie nicht nur Motive, sondern variiert mit Farben und verleiht ihren Bildern einen ganz speziellen Ausdruck. Für ihre Gemälde verwendet sie Acryl-, Öl- und Pastellfarben sowie Eitempera.

Fasziniert ist Vogt vom Inszenieren ihrer Modelle. Wenn diese in eine Rolle schlüpfen, sich schminken und verkleiden, um sich fotografieren zu lassen. Damit kommen deren Vorlieben zum Vorschein, sagt die Künstlerin, die anhand der Fotos anschließend ihre Gemälde anfertigt. Als dankbares Modell erwies sich ihre Tochter, die auf vielen der ausgestellten Bilder zu sehen ist. Mal als Marilyn Monroe, beim Schmusen mit dem Hund oder am Schlagzeug. Auch einen Schnappschuss ihrer Kollegen hat Vogt auf Leinwand verewigt. Ein Urlaubsmotiv aus Italien ist auch darunter. Im kleinen Fenster neben der Eingangstür des Kunstfensters werden weitere Bilder ausgestellt, die Vogt mit Pastellkreide gemalt hat.

Sie hat viele Workshops besucht, unter anderem im Frankfurter Städel und an der Offenbacher Schule für Mode, Grafik und Design. Weil sie lieber unter Gleichgesinnten malt als allein, nimmt sie oft an Kursen teil, die von Kunstdozenten gehalten werden. Sie schätzt dabei, dass man sich untereinander hilft und von den Kunstlehrern kompetente Ratschläge erhält. Bei ihrer Malerei kommen ihr ihre Ausbildungen zur Technischen Zeichnerin und Maschinenbautechnikerin zugute. Gut findet Vogt, dass die Künstler im Kunstfenster ausstellen können, ohne vor einer Jury bestehen zu müssen. (eda)

Auch interessant

Kommentare