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Zuwenig sozialer Wohnraum

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Auf dem Lincoln-Areal soll ein „sozial gemischtes, generationsübergreifendes Quartier für alle Bevölkerungsgruppen“ und „bezahlbarer Wohnraum“ entstehen. Geplant sind 1600 Wohnungen.

Die Darmstädter Stadtverordneten haben den Bebauungsplan für die Lincoln-Siedlung auf den Weg gebracht. Mit deutlicher Mehrheit stimmten die Stadtverordneten dem Bebauungsplan für die Lincoln-Siedlung zu. Dagegen votierte die SPD-Fraktion. Uwiga, FDP und Piraten enthielten sich.

Ebenfalls abgesegnet wurde der städtebauliche Vertrag zwischen der Stadt und der Bauverein-Tochter New Living zur weiteren Entwicklung des früher von der US Army genutzten Geländes. New Living hatte das Areal in Absprache mit der Stadt von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gekauft. Für den Vertrag stimmten die Abgeordneten der grün-schwarzen Koalition, dagegen votierten SPD, FDP und zwei Uwiga-Abgeordnete. Die Übrigen enthielten sich.

Auf dem Gelände solle ein „sozial gemischtes, generationsübergreifendes Quartier für alle Bevölkerungsgruppen“ und „bezahlbarer Wohnraum“ entstehen, heißt es in dem Vertrag. Geplant sind 1600 Wohnungen, davon 30 Prozent für sogenanntes zielgruppenorientiertes Wohnen in sozialer Trägerschaft, generationenübergreifend, für Familien mit geringem bis mittlerem Einkommen oder für Studenten. 15 Prozent der Wohnungen sollen als Sozialwohnungen zur Verfügung stehen.

SPD-Abgeordnete Katrin Kosub kritisierte, der Anteil öffentlich geförderten Wohnraums sei zu gering. „Die Lincoln-Siedlung wird zu einem grünen Utopia, in dem für den Durchschnitts-Darmstädter kein Platz ist“, sagte sie. Georg Hang (Uffbasse) regte Nachverhandlungen mit New Living an, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. (joni)

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