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Derzeit endet die Straßenbahnlinie 3 an der Lichtenbergschule. In einigen Jahren soll die Linie bis ins Neubaugebiet Ludwigshöhviertel weitergeführt werden.

Darmstadt

Zustimmung zum neuen Tramkonzept mit Zehn-Minuten-Takt

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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SPD kritisiert Streichung der letzten Schnellfahrlinie im Stadtgebiet. Stadt Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg gründen Gesellschaft zum Ausbau des Straßenbahnnetzes.

Mehr Direktverbindungen, ein Zehn-Minuten-Tat von 6 bis 21 Uhr, alle 20 Minuten Fahrten zum Hauptbahnhof und ein Fahrtenangebot von 4 Uhr morgens bis nachts um 2 Uhr: Mit großer Mehrheit hat die Darmstädter Stadtverordnetenversammlung dem neuen Verkehrskonzept für die Straßenbahn zugestimmt. Während alle anderen Stadtverordnetenfraktionen für das neue Trambahn-Konzept stimmten, enthielt sich die SPD-Fraktion und ein ehemaliges AfD-Fraktionsmitglied der Stimme.

Für die SPD kritisierte Oliver Lott den „faktischen Wegfall der letzten Schnellfahrlinie im Darmstädter Stadtgebiet“. Künftig sollen die Straßenbahnen zwischen Arheilgen, Eberstadt und Alsbach an jeder Haltestellen halten. Derzeit lassen die Trambahnen der Linie 6 einige Haltestellen aus, um schneller etwa zur Firma Merck zu fahren.

Oberbürgermeister und Verkehrsdezernent Jochen Partsch (Grüne) äußerte, in den nächsten drei Jahren werde in Darmstadt „klug und bedacht in eine „ökologische und nachhaltige Verkehrsinfrastruktur investiert“. Im Jahr 2022 wird die Stadt zusätzlich mehr als zwei Millionen Euro, 2023 zusätzlich rund 4,2 Millionen Euro und 2024 weitere 5,6 Millionen Euro im Haushalt bereitstellen, um das erweiterte Angebot zu finanzieren.

Mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und dem kommunalen Nahverkehrsunternehmen Heag mobilo will die Stadt beim Straßenbahnausbau zudem künftig enger zusammenarbeiten. So hat der Magistrat laut einer Mitteilung der Stadt die Gründung der Stradadi GmbH beschlossen. Die Stradadi soll für die Planung und den Bau der geplanten neuen Trambahnlinien nach Groß-Zimmern und Weiterstadt zuständig sein. Die Stadt und der Kreis werden zu je 24,9 Prozent und die Heag mobilo zu 50,2 Prozent an der Gesellschaft beteiligt sein.

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