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Schlaglöcher und aufgeplatzter Asphalt zwingen zum Handeln.
Schlaglöcher und aufgeplatzter Asphalt zwingen zum Handeln. © Roman Grösser

Die Generalsanierung der Bismarckstraße lässt auf sich warten. Erst ab Mitte des kommenden Jahres 2012 sollen die Arbeiten beginnen. Die Entwürfe für das 9,2-Millionen-Euro-Projekt liegen nun im Regierungspräsidium aus.

Die Bismarckstraße zählt zu den kaputtesten in Darmstadt. Daran wird sich in den kommenden eineinhalb Jahren wohl wenig ändern. Erst ab Mitte 2012 wird die Straße grunderneuert, vorher allenfalls geflickt. Danach wird die Bismarckstraße zwischen Einmündung Goebelstraße und der Berufsfeuerwehr umgestaltet. Sie wird dann weitgehend so aussehen wie die Rheinstraße. Das 9,2-Millionen-Euro-Projekt ist Teil der Modernisierung des Nahverkehrswegs vom Luisenplatz über den Willy-Brandt-Platz zur Bismarckstraße. Für das Planfeststellungsverfahren liegen nun die Entwürfe im Regierungspräsidium aus.

Es ist zum einen der schlechte Zustand der Fahrbahn mit unzähligen Schlaglöchern, aufgeplatztem Asphalt und aufgebrochenem Pflaster, der zum Handeln zwingt. Immerhin nutzen 15?000 Auto sowie 700 Busse und Bahnen täglich die Straße.

Zum anderen verspricht sich das Verkehrsunternehmen Heag-Mobilo Vorteile für die öffentliche Personenbeförderung. „Beschleunigung ist ein Ziel“, sagt Sprecherin Silke Rautenberg. Denn Tram und Linienbusse können sich stellenweise nicht begegnen, weil die Gleise zu eng beieinander liegen. Die Vorrangschaltung kann deshalb nicht optimal genutzt werden. Zudem liege die Haltestelle am Straßenrand und nicht an den Gleisen. Einige Parkplätze fallen weg

Nach dem Umbau wird dies anders sein. Die Pläne sehen eine neue Aufteilung der Bismarckstraße vor. Zwischen den Einmündungen Dolivostraße und Kirschenallee bleibt die Spur für öffentliche Verkehrsmittel zwar in der Mitte. Doch sie wird von der Fahrbahn für Autos getrennt. Busse und Bahnen fahren künftig auf einem eigenen, höher gelegenen Bahnkörper, ähnlich wie in der Rheinstraße.

Die Haltestelle rückt in die Straßenmitte. Diese wird zudem nach Westen verlegt: von der Einmündung Feldbergstraße an die Kirschenallee, mit barrierefreiem Ein- und Ausstieg. Auch sind eine bessere Beleuchtung und eine dynamische Fahrgastinformation geplant, also elektronische Anzeigen, wann die nächste Bahn abfährt.

Links und rechts des Bahndamms sollen wie bisher Autos fahren. Neu hinzukommen werden Radspuren. Sie sind zwischen 1,50 und 1,80 Meter breit und befinden sich auf einer Ebene mit der Fahrbahn, gekennzeichnet mit einem Markierungsstreifen. Weiter seitlich bleiben durch Bordsteine abgesetzt, 1,50 bis 2,60 breite Gehwege.

Gehwege und Radspuren werden auf dem Abschnitt zwischen Kirschenallee und Goebelstraße fortgeführt. Hier entfällt der hochgelegene Bahnkörper. Wie derzeit werden Bahnen, Busse und Autos dieselbe Spur nutzen. Nur die vom Hauptbahnhof kommenden Linksabbieger in die Kirschenallee erhalten eine eigene Spur zwischen den Gleisen. „Dadurch wird verhindert, dass die Autos die Bahnen in Richtung Stadtmitte behindern“, erläutert Martin Möllmann vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt.

Auch neues Grün wird an der Bismarckstraße gepflanzt. Zweimal drei Meter große Flächen sollen den Straßenrand auflockern. Hierfür müssen Parkplätze weichen. Statt bislang 68 Stellplätzen am Straßenrand werden es nach dem Umbau noch 53 sein.

Auf 9,2 Millionen Euro schätzen Stadt und Heag-Mobilo die Kosten für Sanierung und Umgestaltung. Einen Großteil wollen sie über Zuschüsse von Bund und Land begleichen. Das Straßenverkehrs- und Tiefbauamt rechnet mit einem städtischen Anteil von 1,5 Millionen Euro, Heag-Mobilo mit einem Eigenanteil von 2,3 Millionen Euro. Auch die Anlieger sollen an der Finanzierung beteiligt werden, heißt es aus dem Rathaus. In welcher Höhe, stehe jedoch noch nicht fest. (rf)

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