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Zeit fürs Heiraten

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Von: Sigrid Aldehoff

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Standesamt zieht Bilanz: 150 Ehen im Jahr 2016 geschlossen. Jede Trauung dauert rund 60 Minuten.

Nicht nur die Einzelhändler haben Ende des Jahres „Hochzeit“, auch die Standesbeamten in Mörfelden-Walldorf sind häufiger im Trauzimmer im Einsatz. Manche Paare wählen den Dezember mit längerer Vorplanung, zum Fest der Liebe würden aber auch einige spontan einen Termin vereinbaren, teilt die Stadt mit. Theoretisch kann jeder, der die entsprechenden Unterlagen hat, von einem Tag auf den anderen heiraten.

Statistisch gesehen wird in Mörfelden-Walldorf fast jeden zweiten Tag geheiratet, 150 Ehen werden im Schnitt jährlich geschlossen. Wer im nächsten Jahr an einem Samstag in Mönchbruch heiraten möchte, sollte sich allerdings mit einem Termin beeilen, sagt Standesbeamtin Edith Wünsch. An Wochentagen gibt es aber noch genügend Termine.

Wünsch, eine der vier städtischen Standesbeamtinnen, hat in 27 Berufsjahren schon viel erlebt; auch Paare, die es sich anders überlegt haben. Manche überlegen jahrzehntelang: Etwa das 80-jährige Brautpaar, das seine 40-jährige Partnerschaft „legalisieren“ lassen wollte.

Bei der Anzahl der geschlossenen Lebenspartnerschaften ist das Standesamt in Mörfelden-Walldorf sogar führend im Kreis. Im Schnitt treten fünf bis zehn gleichgeschlechtliche Paare pro Jahr vor die Standesbeamten, häufiger Männer als Frauen.

Rund 30 Prozent aller Trauwilligen kommen von außerhalb. Für eine Trauung im Rathaus Walldorf, im Alten Schulhäuschen im Mörfelder Museumsgarten oder in Mönchbruch wird eine Stunde eingeplant. Zum Vergleich: Im Römer wird im 20-Minuten-Takt geheiratet.

Wer in Mörfelden-Walldorf heiraten will, wendet sich an: Standesamt, Rathaus Walldorf, Flughafenstraße 37, 3. Stock. sia

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