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Ein Zeichen für Frieden

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Die Darmstädterin Melanie Kerth greift das Projekt „Lichterkette von München bis Berlin“ auf und setzt auf dem Platz vorm Staatstheater mit knapp 170 Kerzen ein Zeichen für Friede, Liebe und Glück.

Knapp 170 Kerzen als ein Zeichen für Frieden, Liebe und Glück hat die Darmstädterin Melanie Kerth am Vorabend des vierten Advent auf dem Georg-Büchner-Platz aufgestellt.

Das Projekt „Lichterkette von München bis Berlin“ am Samstag hatte so auch einen punktuellen Darmstädter Ableger auf dem Theater-Vorplatz. „Ein Zeichen für Freiheit und Menschlichkeit“, gegen Pegida-Märsche und Übergriffe auf Flüchtlingsheime, wollte Initiator Horst Fallenbeck aus Bad Waldsee bei Ravensburg setzen.

Die Darmstädterin Melanie Kerth griff dies am Samstag auf und setzte auf dem Platz vorm Staatstheater mit den Kerzen ein Zeichen für Friede, Liebe und Glück. „Ein rein symbolischer Akt, ohne Ansprache, Livemusik, oder sonstiges“, hatte sie auf „Facebook Darmstadt“ angekündigt und eingeladen, dazu zu kommen.

Gemeinsam mit einer Freundin beschriftete sie am Samstag die weißen Kerzen. Zwei der Stufen, die sich über die gesamte Breite des Büchnerplatzes ziehen, hatten sie so komplett bestückt. „Sind das alles eure“, fragten junge Leute, die zufällig vorbeikamen.

Die Zahl war kein Zufall: „Für jeden kriegerischen Konflikt ab dem Jahr 1900 habe ich eine Kerze angezündet“, erklärte Melanie Kerth. 167 waren es weltweit in den vergangenen 115 Jahren. So brannte beispielsweise eine Kerze für den Spanischen Bürgerkrieg zwischen 1936 und 1939 und eine andere erinnerte an den nigerianischen Biafra-Bürgerkrieg (1967-1970). Nach einer Stunde beendete Melanie Kerth wie geplant die Aktion und sammelte mit ihrer Familie die Kerzen wieder ein. (mawi)

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