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Zahl der Schüler steigt weiter

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Mehr Schulanfänger gab es in diesem Jahr im Kreis.
Mehr Schulanfänger gab es in diesem Jahr im Kreis. © dpa

Mehr Kinder von Flüchtlingen im Kreis / Hauptschulen weniger gefragt.

Die Zahl der Schüler im Kreis Groß-Gerau ist erneut gestiegen. Zum am Montag begonnenen neuen Schuljahr sind an den 67 öffentlichen Schulen 27 229 Mädchen und Jungen beim Staatlichen Schulamt für den Kreis registriert. Das sind 368 mehr als im vergangenen Schuljahr und 537 als vor zwei Jahren.

Mitverantwortlich für den Trend sind die Flüchtlinge. Waren es im vergangenen Schuljahr noch 512 Kinder, die eine der Intensivklassen besucht haben, sind es aktuell 680. In den Intensivklassen werden diejenigen zusammengefasst, die noch nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, um den regulären Unterricht besuchen zu können. Je nach Fortschritt wechseln sie in die Regelklassen.

Der seit einigen Jahren zu beobachtende Trend von deutlich weniger Hauptschülern hält weiter an. Derzeit sind es 420 im gesamten Kreisgebiet, vergangenes Jahr waren es noch 457, davor 541. Auch die Zahl der Realschüler sinkt weiter, von 1412 auf 1305 und aktuell auf 1123. Ebenso haben weniger einen Platz an einer Integrierten Gesamtschule gewählt, nämlich nur noch 6446. Davor waren es 6291 beziehungsweise vor zwei Jahren 6337.

Diese Entwicklung könnte damit zusammenhängen, dass seit vergangenem Schuljahr fast alle Gymnasien wieder G9 anbieten. Nur noch das Max-Planck-Gymnasium in Rüsselsheim bietet die verkürzte Schullaufbahn G8 an, das Neue Gymnasium in Rüsselsheim nimmt an einem Versuch teil und bietet beides parallel an. Seitdem sind die Zahlen an den Gymnasien wieder gestiegen.

Die Zunahme bei G9 und Abnahme bei G8 wird auch in den kommenden Jahren anhalten, da ja zunächst noch die bestehenden G8-Zweige „auslaufen“ werden. Bei den Oberstufen ist ein leichter Schülerrückgang von 2893 auf 2840 zu verzeichnen.

Bei den Grundschulen ist eine Zunahme von 368 Schülern auf 9940 im gesamten Kreis zu verzeichnen, nachdem die Anzahl im Vorjahr leicht rückläufig gewesen ist. Neu eingeschult wurden 2450 Kinder. Vier Grundschulen bieten zum neuen Schuljahr den „Pakt für den Nachmittag“ an. Bei diesem gibt es in Kooperation mit dem Schulträger eine enge Verzahnung zwischen Vor- und Nachmittagsunterricht, verlässliche Öffnungszeiten bis 16 oder 17 Uhr und eine Ferienbetreuung.

Neu ist bei den Grundschulen zudem, dass an der Schillerschule in Groß-Gerau zwei Kooperationsklassen eingerichtet wurden. In diesen werden in Kooperation mit der Helen-Keller-Schule in Rüsselsheim geistig Behinderte inklusiv unterrichtet. Dieses Modell soll voraussichtlich ab 2018 auch auf andere Schulen ausgeweitet werden.

Fachlehrer sind gesucht

Bei der Unterrichtsversorgung gibt es laut Staatlichem Schulamt nach wie vor Schwierigkeiten bei der Einstellung von qualifizierten Fachlehrkräften im beruflichen System für Elektrotechnik und Metall. Auch die Zahl der Förderschul- und Grundschullehrkräfte sei eine „besondere Herausforderung“, wie Amtsleiterin Birgitta Hedde schreibt. Insgesamt wurden rund 160 Lehrer in allen Schulformen eingestellt. (ers)

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