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Der Krise trotzen

Wissenschaft bringt Arbeitsplätze

Die SPD sieht Darmstadt in der Wirtschaftskrise gerüstet: Der Branchenmix, die Wissenschaft - alles Pluspunkte im Abschwung. Nur die Metallbranche klagt.

Von Frank Schuster

SPD-Fraktionschef Hanno Benz blickt mahnend auf das nur wenige Kilometer entfernte Rüsselsheim. Dort drohe die Opelkrise die ganze Stadt mitzureißen. In Darmstadt könne Vergleichbares nicht passieren. Die Stadt biete einen guten Branchenmix, selbst das Label "Wissenschaftsstadt", unter dem Darmstadt mit seinen drei Hochschulen und rund 30 Forschungseinrichtungen offiziell firmiert, bedeute keine einseitige Ausrichtung auf Arbeitsplätze für Akademiker.

Benz verdeutlichte dies in einer Pressekonferenz, in der seine Fraktion ihren Arbeitsschwerpunkt für die nächsten zwölf Monate "Zukunftsperspektive Wissenschaft und Wirtschaft" vorstellte, am Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadtium: "Jeder Kongressteilnehmer lässt im Schnitt 300 Euro in der Stadt." Demnach profitierten nicht nur die Wissenschaftseinrichtungen, sondern auch der Einzelhandel, die Gaststätten oder Hotels.

"Wir wollen Darmstadts Ruf als attraktiven Forschungs- und Wirtschaftsstandort weiter ausbauen und die Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft weiter stärken", sagte Benz. "Dadurch schaffen wir zukunftsträchtige Arbeitsplätze, die auch in schwierigen Zeiten sicher sind." Oberbürgermeister Walter Hoffmann sieht Darmstadt mit seiner Ausrichtung auf Wissenschaft ebenfalls auf dem richtigen Weg. Das Interesse von Unternehmen, sich in Darmstadt anzusiedeln, sei ungebrochen, sagte er in der Pressekonferenz.

Sechs Branchenschwerpunkte

Dabei kristallisierten sich sechs Branchenschwerpunkte heraus: die Chemie- und Pharmaindustrie, die IT-Branche, Mechatronik, Haarkosmetik und die Weltraum und Satellitentechnologie (Darmstadt ist Sitz der europäischen Weltraumbehörde ESA und des Satellitenkontrollzentrums Eumetsat). Neu hinzugekommen sei das Segment der regenerativen Energien. Dort zeige sich der regionale Energieversorger HSE mit seiner Ökostrom-Offensive als vorbildlich.

Während sich Benz und Hoffmann zukunftsfroh zeigten, gab sich eine traditionelle Branche in Darmstadt, die Metallindustrie, weniger hoffnungsvoll. Laut einer Frühjahrsumfrage unter 40 Betrieben, mit rund 25 000 Beschäftigten in Südhessen, entwickelten sich in den letzten sechs Monaten die Umsätze bei drei Viertel der Unternehmen negativ.

Das führe zu immer größerer Belastung für Investitionen und Beschäftigung, sagte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen des Verbandes der Metall- und Elektro-Unternehmen. Bei Auftragsrückgängen von bis zu 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr müsse alles getan werden, um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

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